Licht
Helles indirektes Licht • ca. 10.000–20.000 Lux




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Steckbrief
Licht
Helles indirektes Licht • ca. 10.000–20.000 Lux
Gießen
Gießen, wenn die oberen 20–30 % des Substrats abgetrocknet sind
Substrat
Feuchtigkeitsspeichernd und luftig • feine Rinde/Kokosfaser + Perlite oder Bims • guter Wasserabzug
Temperatur
Idealbereich: 18–24 °C • Nicht unter: 15 °C
Luftfeuchtigkeit
Hoch 60–80 %+
Wuchsform
Aufrechte, horstbildende rhizombildende krautige Staude.
Rankhilfe
Nicht nötig
Wachstumstempo
Mittel
Max. Größe drinnen
Max. Höhe: 100 cm • Max. Breite: 70 cm
Giftigkeit & Sicherheit
Ungiftig
Herkunft & Lebensraum
Ursprünglich aus Brasilien (Bahia)
Draußen
ab 15 °C · geschützter Platz
Diese Pflegewerte sind kurze Richtwerte für die Zimmerpflanzenpflege. Nutze sie als Orientierung und passe die Pflege an Topfgröße, Substrat, Temperatur und Abtrocknung an.
Mehr Details findest du in der vollständigen Produktbeschreibung oder in unseren Pflegeratgebern.
Goeppertia (Calathea) rufibarba ist eine wärmeliebende Korbmaranten-Art mit langen, schmalen grünen Blättern, weich gewellten Rändern und einer rötlich violetten, fein behaarten Unterseite. Die fühlbare Besonderheit entsteht durch die feinen Haare auf Blattstielen und Blattunterseiten, die reifen Blättern beim bogenförmigen Wuchs aus der Basis eine weiche Textur geben.
Diese Marantaceae-Art wächst als rhizombildende, krautige Staude. Neue Blätter treiben aus einem unterirdischen Rhizom und erscheinen eng beieinander, sodass die Pflanze mit der Zeit einen vollen Horst bildet. Reife Zimmerpflanzen können unter guten Bedingungen etwa 60–90 cm hoch und 30–60 cm breit werden; einzelne Blätter werden mit etwa 25 cm Länge an Blattstielen von rund 20 cm beschrieben.
Goeppertia rufibarba ist an warme, feuchte und halbschattige Waldbedingungen angepasst. In der Natur filtert das Kronendach das Licht, bevor es die Pflanze erreicht, während der Boden Feuchtigkeit hält, biologisch aktiv bleibt und gut belüftet ist. Starke Sonne, kaltes nasses Substrat und verbrauchte Erde können dieses Gleichgewicht schnell stören.
Das Rhizom ist das Zentrum des Pflanzenwachstums. Es speichert Energie und bildet frische Triebe, während feine Wurzeln aus der Basis Feuchtigkeit aufnehmen. Wenn der Wurzelbereich leicht feucht und luftig bleibt, öffnen sich neue Blätter sauber und der Horst wird dichter. Wird das Substrat verdichtet oder bleibt dauerhaft nass, zeigen sich erste Anzeichen oft als gelbe untere Blätter, weiche Blattstielbasen oder stockender Wuchs.
Die rötlichen Haare an Blattstielen, Mittelrippen und Blattunterseiten gehören zur natürlichen Morphologie der Art. Sie erklären englische Namen wie “furry feather calathea” und “velvet calathea” und stehen zugleich direkt mit dem Artepitheton in Verbindung. Diese Textur ist an reifen Blättern und bei Pflanzen in stabiler Wärme mit guter Luftfeuchtigkeit am deutlichsten.
Goeppertia rufibarba entwickelt einen dichteren Horst, wenn sie Zeit hat, aus dem Rhizom aufzubauen. Frisches Substrat verbessert das Wachstum oft schonender als eine Teilung in kleine Stücke. Wenn eine Teilung nötig ist, halte die neuen Abschnitte warm und gleichmäßig feucht, während frische Wurzeln entstehen.
Staub kann sich auf den langen Blättern sammeln und die klare Wirkung der grünen Oberseite mindern. Wische die Blätter vorsichtig mit einem feuchten Tuch ab und stütze jede Blattspreite von unten. Blattglanzmittel können Rückstände auf empfindlichem Gewebe hinterlassen und sollten vermieden werden.
Calathea-Arten gelten als ungiftig für Katzen und Hunde. Knabbern kann die Blätter trotzdem zerreißen und allein durch das gefressene Pflanzenmaterial leichte Magenprobleme verursachen; Goeppertia (Calathea) rufibarba steht daher am besten dort, wo Haustiere die weichen Blätter nicht immer wieder beschädigen.
Goeppertia gehört zu den Marantaceae, den Korbmaranten, und der Gattungsname ehrt Johann Heinrich Robert Göppert, einen deutschen Botaniker und Paläobotaniker. Das Artepitheton rufibarba kommt aus lateinischen Wurzeln für rot und Bart und bezieht sich auf die rötlichen Haare an Blattstielen, Mittelrippen und Blattunterseiten. Calathea rufibarba ist das ältere Synonym, das bei dieser Art noch vorkommt; die Pflanze wurde später zu Goeppertia übertragen.
Goeppertia rufibarba wächst zu einem vollen Horst aus schmalen grünen Blättern mit weichen rötlichen Unterseiten und behaarten Blattstielen heran.
Angaben zu Pflanzennamen, Wuchsformen, natürlichen Lebensräumen und Zimmerpflanzenpflege werden vor der Veröffentlichung mit verlässlichen botanischen, standortbezogenen und gärtnerischen Quellen abgeglichen.Zu unseren Pflanzenpflege-Ressourcen und Quellen.