Licht
Helles indirektes Licht • ca. 10.000–20.000 Lux



Fischgrätenkaktus
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Selenicereus anthonyanus
Licht
Helles indirektes Licht • ca. 10.000–20.000 Lux
Gießen
Gießen, wenn das Substrat zu ca. 90–100 % abgetrocknet ist
Substrat
Luftig + schnell durchlässig • leicht feuchtigkeitspuffernd • auf Rindenbasis • mittelgrob
Temperatur
Idealbereich: 16–24 °C • Nicht unter: 4 °C
Luftfeuchtigkeit
Leicht erhöht 50–60 %
Wuchsform
Kletternder oder überhängender epiphytischer Kaktus.
Rankhilfe
Empfohlen
Wachstumstempo
Hoch
Max. Größe drinnen
Max. Trieblänge: 150 cm • Max. Breite: 60 cm
Giftigkeit & Sicherheit
Ungiftig; Verletzungsgefahr durch feste Pflanzenteile
Herkunft & Lebensraum
Ursprünglich aus Mexiko (Chiapas)
Draußen
ab 15 °C · wind- und regengeschützter Platz
Diese Pflegewerte sind kurze Richtwerte für die Zimmerpflanzenpflege. Nutze sie als Orientierung und passe die Pflege an Topfgröße, Substrat, Temperatur und Abtrocknung an.
Mehr Details findest du in der vollständigen Produktbeschreibung oder in unseren Pflegeratgebern.
Selenicereus anthonyanus (Alexander) D. R. Hunt, früher bekannt als Cryptocereus anthonyanus, ist ein mehrjähriger, kletternder Kaktus mit flachen, gezackten Trieben. Oft wird er mit Epiphyllum anguliger oder Weberocereus imitans verwechselt, unterscheidet sich jedoch deutlich durch seine ungewöhnlich großen, duftenden Nachtblüten in Weiß-, Rosa- und Rottönen. Das Blühen ist in Kultur zwar selten, aber umso markanter, wenn es gelingt.
Die Triebe sind abgeflacht, blattartig und bis über 50 cm lang. Die gezackten Ränder biegen sich mit der Zeit elegant nach unten. Kleine Luftwurzeln entlang der Triebe ermöglichen dem Kaktus, in seiner Heimat an Bäumen emporzuwachsen. Die Blüten zählen zu den größten der gesamten Kakteengewächse – Knospen können bis zu 10 cm lang werden, geöffnete Blüten erreichen 15 cm oder mehr und verströmen in der Nacht einen intensiven, süßlichen Duft.
Die Art wurde am 9. Februar 1951 in der Selva-Negra-Region in Chiapas (Mexiko) vom schottischen Botaniker Thomas MacDougall gesammelt. Am New York Botanical Garden blühte das Exemplar erstmals 1954, woraufhin Edward Johnston Alexander es 1956 als Cryptocereus anthonyanus beschrieb. 2003 stellte Myron Kimnach die Art in die Gattung Selenicereus. Innerhalb dieser Gattung gilt sie als isoliert, mit Selenicereus chrysocardium als nächstem bekannten Verwandten.
Selenicereus anthonyanus ist in den tropischen Regenwäldern von Chiapas (Mexiko) beheimatet, wo er epiphytisch – also auf Bäumen – oder seltener terrestrisch wächst. In seinem natürlichen Habitat ist er verbreitet, aber nicht häufig. Die größte Bedrohung stellt die Abholzung für Weideflächen dar, doch gilt die Art derzeit nicht als gefährdet. Die Nachtblüten sind an die Bestäubung durch nachtaktive Insekten und möglicherweise Fledermäuse angepasst.
Oft wird Selenicereus anthonyanus mit Epiphyllum anguliger verwechselt, unterscheidet sich jedoch durch kürzere Blütenröhren und borstige Fruchtknoten. Sammler schätzen ihn wegen seiner bizarren Triebstruktur und den legendären Nachtblüten. Zwar braucht er Geduld, doch wer ihm Zeit und die richtigen Bedingungen bietet, wird mit einer charakteristischen Blütennacht belohnt.
Der Name Selenicereus setzt sich aus dem griechischen Selene („Mondgöttin“) und dem lateinischen cereus („Kerze“) zusammen – ein Hinweis auf die nachtaktive Blüte und den kerzenartigen Wuchs vieler Arten. Das Art-Epitheton anthonyanus ehrt den US-amerikanischen Naturforscher Harold Ernest Anthony. Der frühere Name Cryptocereus bezog sich auf die lange nicht eindeutige Stellung dieser Art innerhalb der Kakteengewächse.
Wer auf der Suche nach einem ungewöhnlichen, skulpturalen Kaktus mit legendären Nachtblüten ist, wird an Selenicereus anthonyanus nicht vorbeikommen. Eine echte Rarität, die jedes Pflanzensortiment aufwertet und mit etwas Geduld unvergessliche Blütennächte schenkt.
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