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Pilea

Nahaufnahme eines runden Blatts von Pilea peperomioides vor weißem Hintergrund

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Nahaufnahme eines Blatts von Pilea hitchcockii vor weißem Hintergrund.
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Nahaufnahme eines Blatts von Pilea ovalis 'Moon valley' vor weißem Hintergrund.
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Nahaufnahme von Pilea libanensis 'Greyzy' ('Silver Sparkles') vor weißem Hintergrund.
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Pilea peperomioides 'White Splash' – Blattdetail vor weißem Hintergrund..
Nahaufnahme eines Blatts von Pilea peperomioides in Kokodama vor weißem Hintergrund.
Nahaufnahme eines Blatts von Pilea pubescens 'Silver Tree' vor weißem Hintergrund.
Nahaufnahme eines Blatts von Pilea spruceana 'Norfolk' vor weißem Hintergrund.

Urticaceae (Brennnesselgewächse)

Pilea

Auf einen Blick

Pilea: kompakte Formen und feine Strukturen

  • Wuchs: von aufrechten Rosetten über hängende Polster bis zu kriechenden Bodendeckern; meist kompakt und schnell eingewachsen.
  • Licht: mittel bis hell, ohne direkte Sonne; bei zu wenig Licht werden Triebe locker, direkte Sonne schädigt viele feinblättrige Arten.
  • Gießen: mag locker-feuchtes, luftiges Substrat mit kurzen Trockenphasen; ständige Extreme führen zu Blattfall und schwachem Wuchs.
  • Substrat: am besten locker, humos und mit mineralischem Anteil für guten Ablauf; schwere, nasse Erde bekommt ihr nicht.
  • Klima: fühlt sich an warmen, geschützten Plätzen am wohlsten; starke Temperaturschwankungen oder sehr trockene Luft belasten die Blätter.
  • Vermehrung: die meisten Arten bewurzeln leicht über Kopfstecklinge oder Ableger, daher lassen sich Töpfe unkompliziert verjüngen.
Botanisches Profil

Pilea: botanisches Profil der Pilea-Arten

Pilea ist eine Gattung krautiger bis halbverholzender Pflanzen in Urticaceae, die John Lindley 1821 beschrieben hat. Der Name leitet sich vom lateinischen „pileus“ für Filzkappe ab und bezieht sich auf den Kelch, der die Frucht umgibt. Aktuelle taxonomische Bearbeitungen erkennen etwas mehr als 600 Arten an. Damit ist Pilea die größte Gattung der Brennnesselgewächse und eine wichtige Quelle kompakter Zimmerpflanzen wie Pilea peperomioides.

  • Ordnung: Rosales
  • Familie: Urticaceae
  • Tribus: Pileeae
  • Gattung: Pilea Lindl.
  • Typusart: Pilea muscosa Lindl. (wird oft als Synonym von Pilea microphylla behandelt)
  • Chromosomen: Grundzahl etwa x ≈ 11; die meisten Arten zeigen somatische Chromosomenzahlen von 2n ≈ 22-44, regional auch mit Polyploidie.

Verbreitung und Lebensraum: Pilea ist in tropischen, subtropischen und teils warmgemäßigten Regionen fast weltweit verbreitet, mit deutlichen Schwerpunkten in den Neotropen und Ostasien. Viele Arten wachsen in schattigen Waldschichten, auf feuchten Felsflächen und an Bachufern, oft in Humustaschen oder Spalten, in denen das Substrat zeitweise feucht, aber gut belüftet bleibt.

  • Wuchsform: Meist kleine, schnell wachsende ausdauernde Kräuter oder Halbsträucher; manche kriechen oder bilden Polster, andere wachsen locker horstig oder teppichartig.
  • Blattansatz: Blätter meist gegenständig mit einem einzelnen intrapetiolaren Nebenblatt an jedem Knoten – ein wichtiges Bestimmungsmerkmal innerhalb der Brennnesselgewächse.
  • Blattgröße: Von winzigen Schuppenblättern mit wenigen Millimetern Durchmesser bis zu breiten Spreiten von 10-15 cm bei kräftigen Arten; viele beliebte Zimmerpflanzen liegen im Bereich von 3-8 cm.
  • Textur und Farbe: Dünne bis leicht sukkulente Blätter, meist hell- bis mittelgrün, bei manchen Arten aber metallisch, bullat oder mit silbrigen bzw. bronzefarbenen Zeichnungen.
  • Bemerkenswerte Anpassung: Schattenverträgliche Photosynthese, kompakter Wuchs und schnelle klonale Ausbreitung ermöglichen es Pilea, kleine, kurzlebige Lücken und Mikrostandorte in Waldstreu und Felsspalten auszunutzen.

Blütenstand und Früchte: Pilea bildet kleine, oft unscheinbare zymöse oder rispige Blütenstände mit eingeschlechtigen Blüten ohne auffällige Kronblätter. Die Früchte sind winzige Achänen, die teilweise vom beständigen Kelch umgeben bleiben; das kann die Verbreitung über Spritzwasser oder Tierbewegung im Nahbereich unterstützen.

Details & Pflege

Pilea: von Ufopflanze bis zu kompakten kriechenden Miniaturen

Pilea ist eine breite Gruppe mit sehr unterschiedlichen Erscheinungsbildern: aufrechte Rosetten, hängende Matten, strukturierte Blätter und winzige Miniaturen für kleine Töpfe und Terrarien. Gemeinsam haben sie meist eine schnelle Reaktion auf Licht- und Gießveränderungen, wodurch sie gut einzuschätzen sind, sobald Du ihren Rhythmus kennst.

Dünnblättrige Pilea mögen sanfte Luftbewegung und gleichmäßige Feuchtigkeit. In geschlossenen Gefäßen solltest Du Formen wählen, die höhere Luftfeuchtigkeit vertragen, und Kondensation im Blick behalten, damit Stiele nicht lange nass bleiben.

Nach Wuchsform auswählen

  • Aufrechte Formen: gut für Regale und Schreibtische; Triebspitzen pinzieren für eine buschigere Silhouette.
  • Hängende Formen: ideal für Pflanzgefäße und Kanten; etwas Platz zum Ausbreiten lassen.
  • Miniaturen: stark in kleinen Gefäßen; sie trocknen schnell, daher zählt die Topfgröße.

Pflegerhythmus

Die meisten Pilea bevorzugen helles, indirektes Licht und gleichmäßig leichte Feuchtigkeit mit kurzem Abtrocknen an der Oberfläche. Gründlich gießen und dann warten, bis der obere Topfbereich wieder abgetrocknet ist. Bei wenig Licht den Rhythmus verlangsamen, damit die Wurzeln luftig bleiben.

  • Substrat: leicht und gut belüftet; verdichtete Mischungen führen zu schwachem Wachstum.
  • Düngung: regelmäßige, milde Düngung unterstützt dichten Neuaustrieb.
  • Drehen: den Topf drehen, damit der Wuchs zum Licht hin ausgewogen bleibt.

Vermehrung und Pflegeform

Viele Pilea wurzeln leicht aus Stecklingen oder Ablegern. Lange, kahle Triebe zu entfernen und neu zu bewurzeln hält die Pflanzen kompakt und verhindert nackte untere Partien.

Worauf Du achten solltest

  • Streckwuchs: ein klares Zeichen für zu wenig Licht; näher an ein helleres Fenster stellen.
  • Blattfall: oft eine Gießschwankung oder kalte Zugluft; Bedingungen stabilisieren.
  • Schädlinge: zarten Neuaustrieb auf Thripse oder Milben prüfen.
  • Knusprige Ränder: trockene Luft und ungleichmäßiges Gießen zeigen sich bei dünnblättrigen Formen schnell.

Häufige Fragen zu Pilea