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Begonia (Begonie)

Nahaufnahme eines Begonienblatts vor weißem Hintergrund

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Begonia: Begonien als Zimmerpflanzen | Rex-, Stab- & seltene Typen | Foliage Factory

Begonia (Begonie)

Auf einen Blick

Begonia (Blatttypen) – Stamm-, Rex- und Rhizomformen im Überblick

  • Gruppen: umfasst Stamm-Begonien, kriechende Rhizomformen und farbige Rex-Typen – mit unterschiedlichen Wuchsformen, aber ähnlichen Wurzelansprüchen.
  • Licht: helles, gefiltertes Licht; zu wenig Licht nimmt Farbe und Form, harte Sonne hinter Glas verbrennt dünne Blätter.
  • Substrat: mag humusreiches, aber luftiges Substrat mit gutem Wasserabzug; dichte, nasse Erde führt schnell zu Stängelfäule an der Basis.
  • Gießen: Substrat leicht feucht halten, mit kurzen Trockenphasen an der Oberfläche; wiederholtes starkes Austrocknen oder stehende Nässe führen beide zu Blattverlust.
  • Klima: gleichmäßige Wärme und mittlere Luftfeuchtigkeit reduzieren trockene Ränder und Mehltau; nach dem Gießen kalte Zugluft vermeiden.
  • Schnitt: regelmäßiges Entspitzen und Neubewurzeln von Stecklingen hält Stängel und Rhizompolster kompakt und ordentlich.
Botanisches Profil

Begonia: botanisches Profil asymmetrischer Blattspezialisten

Begonia ist eine außerordentlich vielfältige Gattung überwiegend krautiger, ausdauernder Pflanzen in Begoniaceae mit mehr als 2 100 akzeptierten Arten und zahlreichen Hybriden. Linnaeus stellte die Gattung 1753 auf und ehrte damit den französischen Förderer Michel Bégon. Die Wuchsformen reichen von kompakten rhizombildenden Arten über rohrartig aufwachsende Sträucher bis zu knollenbildenden Typen; viele besitzen stark asymmetrische, gemusterte Blätter, die ihren Zierwert ausmachen.

  • Ordnung: Cucurbitales
  • Familie: Begoniaceae
  • Tribus: Begonieae
  • Gattung: Begonia L.
  • Typusart: Begonia obliqua L.
  • Chromosomen: Diploide Zahlen liegen oft bei etwa 2n = 22–26; dokumentiert ist jedoch eine große Spannweite ab ungefähr 2n = 18 aufwärts, mit vielen polyploiden und aneuploiden Linien.

Verbreitung und Habitat: Begonia hat ihre Schwerpunkte in feucht-tropischen und subtropischen Regionen Mittel- und Südamerikas, Afrikas und Asiens, mit besonderer Vielfalt in den Anden und in Südostasien. Die Arten sind meist schattenangepasste Kräuter an Waldböden, Bachrändern und feuchten Felsflächen, oft in Schluchten oder Nebelwäldern, wo diffuses Licht und hohe Luftfeuchtigkeit vorherrschen.

  • Wuchsform: Meist terrestrische, rhizombildende, knollenbildende oder rohrartig aufwachsende Stauden; einige Taxa wachsen auf Felsen oder niedrigen Stämmen locker überhängend bis schwach kletternd.
  • Blattansatz: Meist wechselständige Blätter an sukkulenten Blattstielen, die außermittig an der Blattfläche ansetzen und so die typische Asymmetrie an der Blattbasis erzeugen.
  • Blattgröße: Von kleinen Unterwuchsarten mit Blattflächen unter 5 cm bis zu kräftigen Formen mit mehr als 25–30 cm Länge, oft breiter als lang.
  • Struktur und Farbe: Dünne bis fleischige Blattflächen, grün, bronzefarben, silbrig, gefleckt oder zoniert; viele Arten tragen Haare oder kristalline Ablagerungen, die Grenzschicht und Lichtreflexion beeinflussen.
  • Bemerkenswerte Anpassung: Ausgeprägte Schattentoleranz in Kombination mit hoher morphologischer Plastizität erlaubt es den Blättern, Größe, Dicke und Pigmentdichte an wechselnde Lichtverhältnisse in gestörten Waldrändern und Lichtungen anzupassen.

Blütenstände und Früchte: Begonia bildet zymöse Blütenstände mit männlichen und weiblichen Blüten auf derselben Achse; männliche Blüten zeigen meist zwei auffällige Tepalen, weibliche drei sowie einen unterständigen, geflügelten Fruchtknoten. Trockene, aufspringende Kapseln mit flügelartigen Erweiterungen setzen feine Samen frei, die durch Luftbewegung und spritzendes Regenwasser entlang von Waldhängen verbreitet werden.

Details & Pflege

Begonia: starke Blattwirkung, kompakte Formen, enorme Vielfalt

Begonia ist eine breite Gruppe, und genau das macht sie spannend: Rohrbegonien mit aufrechten Stielen, Rex-Typen mit intensiven Mustern und rhizomatöse Formen, die niedriger bleiben und über den Topf wachsen. Gemeinsam sind ihnen auffällige Blätter und ein Wuchs, der zu Regalen, Pflanzenständern und hellen Standorten passt.

Die Pflege hängt vom Typ ab, aber die meisten Begonien bevorzugen helles, gefiltertes Licht, gleichmäßige Wärme und eine Mischung, die gut drainiert und leicht feucht bleibt. Blätter können empfindlich auf grobe Behandlung reagieren, deshalb zählt der Standort ebenso wie das Gießen.

Licht: Helles, indirektes Licht hält den Wuchs kompakt und die Farben klar. Sanfte Morgensonne kann passen; harte Mittagssonne kann verbrennen.

Gießen: Gieße, wenn der obere Bereich anzutrocknen beginnt, und lass alles gut ablaufen. Kein stehendes Wasser im Topf oder Übertopf.

Substrat: Nutze eine luftige Mischung, die etwas Feuchte hält, ohne schwer zu bleiben. Gute Drainage ist für langfristige Wurzelgesundheit Pflicht.

Standortbedingungen: Stabile Wärme und gute Luftbewegung halten die Blätter besser in Form. Kalte Zugluft und abrupte Temperatursprünge vermeiden.

Gut zu wissen: Begonia reagiert je nach Typ gut auf leichtes Schneiden und Pinzieren; das hilft bei der Formgebung und fördert dichteren Wuchs.

Begonia belohnt kleine Anpassungen. Eine etwas luftigere Mischung, Gießen auf Substrathöhe und ein ruhiger Standort abseits heißer Heizkörper bringen oft mehr als das Jagen nach hohen Luftfeuchtewerten. Wenn du zwischen Typen wählst, passen Rohrbegonien zu höheren Töpfen und aufrechter Formgebung, während Rex- und rhizomatöse Formen in breiteren Gefäßen glänzen, in denen sie sich ausbreiten können.

Blätter behandeln: Halte Blätter sauber, aber wische nicht grob. Wenn du sprühst, sehr fein sprühen und dafür sorgen, dass die Blätter schnell trocknen – stehende Nässe kann Flecken fördern.

Formgebung: Pinziere oder schneide je nach Typ, um den Wuchs ausbalanciert zu halten. Das Entfernen müder Stiele fördert frische Triebe aus unteren Knoten oder Rhizomen.

Häufige Fragen zu Begonia