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Scindapsus (Silberranke)

Scindapsus-Blatt mit silbriger Zeichnung vor weißem Hintergrund

Substratberatung

Wurzeln von Aronstabgewächsen brauchen Struktur, keine dichte Erde

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Araceae (Aronstabgewächse)

Scindapsus (Silberranke)

Auf einen Blick

Scindapsus: silbrig gezeichnete Kletterpflanzen im Überblick

  • Erscheinung: rankende Aronstabgewächse mit festen Blättern und silbriger Zeichnung; meist langsamer als Efeututen, aber markanter im Muster.
  • Licht: mittel bis hell, ohne direkte Sonne; bei wenig Licht wirkt die Zeichnung oft flacher, starke Sonne schädigt die hellen Partien.
  • Substrat: mag luftiges Substrat für Aronstabgewächse mit Rinde und mineralischen Anteilen; reine Torfmischungen bleiben zu dicht und zu nass.
  • Gießen: gieß, wenn die obere Schicht leicht abgetrocknet ist; die Wurzeln sollen leicht feucht bleiben, aber weder dauerhaft nass noch komplett austrocknen.
  • Kletterhilfe: mit Moosstab oder Brett werden die Blätter meist voller und größer als bei rein hängendem Wuchs.
  • Giftigkeit: enthält Calciumoxalat; außerhalb der Reichweite von Haustieren und Kindern aufstellen.
Botanisches Profil

Scindapsus: botanisches Profil wurzelkletternder Aronstabgewächse

Scindapsus ist eine Gattung wurzelkletternder Aronstabgewächse in Araceae (Unterfamilie Monsteroideae, Tribus Monstereae), die Schott 1832 beschrieben hat. Der Name geht auf einen altgriechischen Begriff zurück, der mit einem indischen Instrument zur Beruhigung von Elefanten verbunden war und später auf diese kräftigen Kletterpflanzen übertragen wurde.

  • Ordnung: Alismatales
  • Familie: Araceae
  • Tribus: Monstereae (subfamily Monsteroideae)
  • Gattung: Scindapsus Schott
  • Typusart: Scindapsus officinalis (Roxb.) Schott
  • Chromosomen: Veröffentlichte Zählungen sind selten, liegen aber meist im moderaten Polyploidiebereich, der für Monstereae typisch ist.

Verbreitung und Lebensraum: Scindapsus ist im tropischen Asien heimisch, vom indischen Subkontinent und Indochina über Malesien und Neuguinea bis in Teile Queenslands und auf Inseln im westlichen Pazifik. Die Arten sind vor allem Waldkletterer und besiedeln feuchte Tiefland- und Bergwälder, wo sie an Stämmen und Felsen aufsteigen.

  • Lebensform: Immergrüne, wurzelkletternde Lianen mit langen, oft kräftigen Sprossen, die sich mit zahlreichen haftenden Luftwurzeln an Substraten festsetzen.
  • Blattansatz: Gestielte, wechselständig angeordnete Blätter; Scindapsus zeigt das für Monstereae typische Jugend-/Altersblatt-Muster, auch wenn viele Arten ganzrandige oder nur flach gelappte Spreiten behalten.
  • Blattgröße: Jugendblätter in Kultur sind oft 5–15 cm lang; im Habitat können adulte Blätter mancher Arten über 30–40 cm erreichen, wenn sie hohe, raue Rankhilfen und ausreichend Luftfeuchte bekommen.
  • Textur und Farbe: Dicke, leicht ledrige Spreiten, von gleichmäßig grün bis auffällig silbergesprenkelt oder bläulich überhaucht; viele wirken bei schrägem Lichteinfall satiniert oder leicht metallisch.
  • Auffällige Anpassung: Eine einzelne Samenanlage pro Fruchtknotenfach und die daraus entstehenden rundlichen bis nierenförmigen Samen unterscheiden Scindapsus von nah verwandtem Epipremnum, das mehrere Samenanlagen pro Fach besitzt; dieser Unterschied stützt die heutige Abgrenzung der Gattungen.

Blütenstand und Früchte: Scindapsus bildet kompakte Blütenstände aus Kolben und Spatha, wie andere Monstereae auch, meist an reifen Klettertrieben. Nach der Bestäubung entwickeln sich fleischige Beeren entlang des Kolbens, die mit der Reife Samen freigeben.

Details & Pflege

Scindapsus: silbrig gemusterte Ranken für Regale und Rankhilfen

Scindapsus-Sorten werden wegen matter Blätter mit silbrigen Sprenkeln, Flecken oder breitem Schimmer kultiviert. Sie hängen schön, können aber auch klettern – mit Halt werden die Blätter größer und zeigen oft kräftigere Muster.

Beim Kauf lohnt der Blick auf Blattdicke, Knotenabstände und die Führung der Pflanze. Eine am Stab gezogene Pflanze bleibt tendenziell kompakter, während eine Ampel längere, weich fallende Triebe bildet.

Einen Scindapsus auswählen

  • Musterdichte: stärkerer Silberanteil kann das Wachstum etwas verlangsamen; helleres Licht hilft, den Kontrast zu halten.
  • Blattdicke: dünnere Blätter mögen gleichmäßigere Feuchtigkeit; dickere Blätter vertragen längere Abtrocknung.
  • Wuchsform: hängende Formen für Regale wählen; Stabpflanzen passen zu Ecken und vertikalem Platz.

Größere Blätter fördern

  • Rankhilfe: ein Stab oder eine Planke fördert engere Knoten und größere Blätter.
  • Licht: helleres, gefiltertes Licht hält das Muster klar und das Wachstum gleichmäßig.
  • Gießen: die obere Topfhälfte abtrocknen lassen, dann gründlich gießen und ablaufen lassen.
  • Substrat: grobe, luftige Mischungen reduzieren Rückschläge durch langsam trocknende Töpfe.
  • Wärme: stabile Temperaturen halten die Wurzeln aktiv; kühle, nasse Töpfe führen schnell zu Gelbfärbung.

Orientierungswerte für helles Raumlicht und Fensterplatzierung findest Du unter helles indirektes Licht.

Typische Rückschläge

Gelbe Blätter deuten meist darauf hin, dass Wurzeln zu lange nass bleiben, besonders in kühleren Räumen. Braune Stellen können nach direkter Sonne an einem warmen Fenster entstehen. Wenn das Wachstum stockt und der Topf tagelang feucht bleibt, behandle es zuerst als Problem im Wurzelbereich.

Hilfe bei Wurzelfäule und eine schneller trocknende Mischung bringen die Pflanze meist wieder auf Kurs.

Für mehr Form schneide bis zu einem Knoten zurück und bewurzle die Stecklinge neu; ein paar bewurzelte Stücke wieder in denselben Topf zu setzen baut schnell einen volleren Topf auf. Kontrolliere neuen Austrieb auf Thripse und Milben, besonders in warmer, trockener Luft.

Häufige Fragen zu Scindapsus