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Aglaonema (Kolbenfaden)

Farbige Blätter von Aglaonema vor weißem Hintergrund

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Aglaonema pictum bicolor – Blattdetail vor weißem Hintergrund..
Nahaufnahme eines Blatts von Aglaonema pictum tricolor vor weißem Hintergrund.
Aglaonema pictum tricolor Regulärer Preis Ab €10,75
Aglaonema pumilum – Blattdetail vor weißem Hintergrund..
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Aglaonema rotundum – Blattdetail vor weißem Hintergrund..
Aglaonema rotundum Ausverkauft
Nahaufnahme eines Blatts von Aglaonema 'Cintho King' vor weißem Hintergrund.

Araceae (Aronstabgewächse)

Aglaonema (Kolbenfaden)

Auf einen Blick

Aglaonema drinnen halten: Licht, Wasser und Platz

  • Aglaonema bleibt leichter zu führen, wenn Licht, Wasser, Substrat und Standort zusammenpassen.
  • Der Standort sollte genug Licht liefern, ohne die Pflanze durch abrupte Wechsel zwischen dunkel und sehr sonnig zu stressen.
  • Passe die Helligkeit an den Wuchs an und steigere direkte Sonne nur langsam.
  • Substrat: locker, strukturstabil und auf Wasserabzug ausgelegt.
  • Etwas mehr Luftfeuchtigkeit kann helfen, stehende oder muffige Luft dagegen nicht.
  • Wenn Licht, Gießen und Substrat zusammenpassen, reagiert Aglaonema deutlich berechenbarer.

Als Orientierung gilt: Achte gleichzeitig auf Austrieb, Standfestigkeit und Ballenfeuchte. Topfgewicht, Neuaustrieb und Blattspannung sind dafür aussagekräftiger als ein fester Gießrhythmus.

Botanisches Profil

Aglaonema: botanisches Profil für Kolbenfäden

Aglaonema ist eine Gattung immergrüner terrestrischer Aronstabgewächse innerhalb der Araceae, die H. W. Schott 1829 formal beschrieben hat. Der Name setzt sich aus griechischen Elementen zusammen und wird oft als „heller Faden“ gedeutet – wahrscheinlich in Bezug auf auffällige Staubblätter oder Blattadern. Anerkannt werden je nach Abgrenzung etwa 20–40 Arten; hinzu kommt eine umfangreiche Hybridisierung in Kultur.

  • Ordnung: Alismatales
  • Familie: Araceae
  • Tribus: Aglaonemateae
  • Gattung: Aglaonema Schott
  • Typusart: Aglaonema oblongifolium Schott
  • Chromosomen: Die Grundzahl liegt etwa bei x = 6; dokumentierte somatische Chromosomenzahlen zeigen mehrere Ploidie-Stufen über Arten und Kultivare hinweg.

Verbreitung und Lebensraum: Aglaonema ist von Nordostindien und Südchina über das südostasiatische Festland bis nach Indonesien und Neuguinea heimisch. Die Gattung wächst auf feuchten tropischen Waldböden, in Kalktaschen sowie in Torf- oder Humusauflagen an schattigen bis tiefschattigen Standorten, oft in saisonal nassen, aber nicht dauerhaft vernässten Bereichen.

  • Lebensform: Horstig wachsende, immergrüne Kräuter mit kurzen, kriechenden oder aufrechten Sprossen, die entlang des Bodens wurzeln und sich langsam verzweigen können.
  • Blattansatz: Gestielte Blätter in lockeren Rosetten oder entlang kurzer Sprosse; die scheidigen Blattstielbasen umfassen den Stamm oft teilweise.
  • Blattgröße: Viele Arten tragen Spreiten von etwa 10–45 cm Länge, von schmal lanzettlich bis breit elliptisch.
  • Textur und Farbe: Feste, oft glänzende Blätter mit Zeichnungen in Silber, Grau, Creme oder Hellgrün auf dunklerem Grund; Mittelrippe und Hauptadern sind meist klar erkennbar.
  • Bemerkenswerte Anpassung: Die Physiologie ist auf geringe Lichtmengen abgestimmt: Die Blätter halten selbst bei Lichtwerten eines tiefen Unterwuchses eine positive Nettophotosynthese aufrecht, wodurch stabiles Wachstum möglich bleibt, wo viele andere Zierpflanzen stagnieren.

Blütenstand und Frucht: Kompakte Blütenstände der Aronstabgewächse mit heller Spatha und kurzem Kolben mit getrennten weiblichen und männlichen Zonen. Die Früchte sind eiförmige Beeren, die auffällig rot abreifen und meist jeweils einen relativ großen Samen enthalten.

Details & Pflege

Aglaonema: Kolbenfäden für ruhige, stabile Zimmerkultur

Aglaonema wird wegen gezeichneter Blätter und eines ruhigen Wuchses geschätzt, der gut in normale Wohnbereiche passt. Viele Formen kommen mit mittlerem Licht zurecht und behalten ihre Form, ohne ständig geschnitten oder gestützt werden zu müssen.

Innerhalb der Gruppe unterscheiden sich die Pflanzen vor allem in Farbeindruck und Größe. Manche Kultivare bleiben kompakt, andere entwickeln mit der Zeit dickere Stämme und ein höheres Profil.

Aglaonema wächst besser, wenn der Topf nicht kalt steht. Ein kleiner Pflanzenständer abseits kühler Böden und nachts kalter Fensterscheiben macht den Wuchs oft verlässlicher.

Aglaonema auswählen

  • Farbwirkung: helles, indirektes Licht unterstützt kompakten Wuchs; die jeweilige Zeichnung bleibt dabei sortentypisch.
  • Pflanzengröße: kompakte Typen passen auf Regale; höhere Formen eignen sich eher als Bodenpflanzen.
  • Standortbedingungen: warme, stabile Bedingungen verringern Blattrandschäden und langsames Vergilben.

Pflege für zuverlässiges Wachstum

Helles, indirektes Licht ist ein guter Ausgangspunkt; harte Sonne solltest du vermeiden. Gieße gründlich und lass den oberen Teil des Topfes vor dem nächsten Gießen antrocknen. Aglaonema bevorzugt eine luftige Mischung, die leicht feucht bleibt, aber nicht nass wird.

  • Temperatur: vor kalter Zugluft und kühlen Nächten direkt am Glas schützen.
  • Luftfeuchtigkeit: durchschnittliche Zimmerluft reicht meist aus; gleichmäßigere Luftfeuchte hält Blattränder sauberer.
  • Düngung: mäßige Düngung während aktiven Wachstums unterstützt kräftigere neue Blätter.

Typische Rückschläge

  • Gelbe Blätter: hängen oft mit langsam trocknenden Töpfen zusammen; prüfe Drainage und Topfgröße.
  • Braune Ränder: können von trockener Luft, Salzresten oder unregelmäßigem Gießen kommen; passe behutsam an und spüle den Topf gelegentlich durch.
  • Weiche Stämme: ein Zeichen für länger nasse Wurzeln; verbessere die Belüftung und reduziere die Gießhäufigkeit.
  • Schädlinge: Thripse und Milben gehen gern an neue Blätter; kontrolliere besonders frischen Austrieb.

Aglaonema enthält Calciumoxalate und kann beim Ankauen reizen; stelle die Pflanze außer Reichweite von Haustieren und kleinen Kindern, wenn sie Pflanzen in den Mund nehmen.

Häufige Fragen zu Aglaonema