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Artikel: Blattläuse an Zimmerpflanzen: erkennen, entfernen und bekämpfen

Blattläuse an Zimmerpflanzen: erkennen, entfernen und bekämpfen

Blattläuse sind kleine Insekten, die Pflanzensaft saugen und viele verschiedene Zimmerpflanzen befallen können. Sie sammeln sich häufig an weichem Neuaustrieb, jungen Blättern, Stängeln, Blattstielen, Knospen und Blüten. Wo genau sie saugen, hängt jedoch von der Pflanze und der Blattlausart ab.

Einige Blattlausarten saugen an vielen verschiedenen Zierpflanzen.1 Auch Farbe und Aussehen können stark variieren. Blattläuse können grün, gelb, braun, rötlich, grau oder sehr dunkel sein. Es gibt sowohl ungeflügelte als auch geflügelte Formen.

Kleine Kolonien lassen sich oft gut in den Griff bekommen, wenn du sie früh entdeckst. Sobald du sicher bist, dass es sich um Blattläuse handelt, kontrolliere die gesamte Pflanze und die Pflanzen in der Nähe und entferne so viele Tiere wie möglich. Weitere Kontrollen sind wichtig, weil sich Blattläuse im jungen Austrieb verstecken und bei der ersten Reinigung leicht übersehen werden können.

Blattläuse an Zimmerpflanzen erkennen

So sehen Blattläuse aus

Blattläuse sind kleine Insekten mit weichem Körper, gut sichtbaren Beinen und relativ langen Fühlern. Häufig saugen ausgewachsene Blattläuse und kleinere Jungtiere gemeinsam in Gruppen an der Pflanze. Einzelne Blattläuse können aber auch an anderen Stellen der Pflanze sitzen.

Die meisten Blattläuse in einer Kolonie sind ungeflügelt. In einer Kolonie können auch geflügelte Blattläuse auftreten und sich auf andere Pflanzen ausbreiten.3

An der Farbe allein lässt sich die genaue Blattlausart kaum erkennen. Grün ist häufig, es kommen aber auch gelbe, braune, rötliche und dunkle Formen vor.

Ein hilfreiches Erkennungsmerkmal sind zwei kleine Strukturen nahe dem Ende des Hinterleibs, die Siphonen genannt werden. Bei vielen verbreiteten Blattlausarten sehen sie wie zwei kurze Röhrchen aus. Größe und Form unterscheiden sich jedoch deutlich zwischen den Blattlausgruppen. Bei manchen sind die Siphonen nur als winzige Poren ausgebildet oder kaum zu erkennen.2 Die Siphonen sind daher nur eines von mehreren Merkmalen. Achte zusätzlich auf Körperform und Fühler, darauf, ob die Tiere in Gruppen sitzen, und auf die Stelle an der Pflanze, an der du sie findest.

Eine gute Nahaufnahme mit dem Handy oder eine kleine Lupe kann dir helfen, Körperform, Fühler und Siphonen besser zu erkennen.

Nahaufnahme einer grünen Blattlaus mit langen Fühlern und zwei Siphonen am Hinterleib.
Lange Fühler und die beiden Siphonen am Hinterleib sind hilfreiche Merkmale, wenn du Blattläuse bestimmen möchtest.

Wo du nach Blattläusen suchen solltest

Beginne beim jüngsten Austrieb. Blattläuse sammeln sich häufig an Triebspitzen, Blütenknospen und auf den Unterseiten junger Blätter.5 Kontrolliere außerdem junge Stängel, Blattstiele und Bereiche, in denen sich neue Blätter gerade entfalten.

Eingerollte oder noch gefaltete Blätter solltest du besonders genau prüfen. Darin können Blattläuse verborgen bleiben, nachdem die sichtbaren Tiere bereits entfernt wurden.

Kontrolliere die gesamte Pflanze, denn einzelne Blattläuse können auch abseits der Triebspitzen sitzen.

Typische Spuren rund um eine Blattlauskolonie

Weiße Flocken zwischen den Insekten sind häufig Häutungsreste. Junge Blattläuse häuten sich während des Wachstums und hinterlassen dabei helle, leere Hüllen rund um die Kolonie.5

Blattläuse scheiden außerdem Honigtau aus, eine zuckerhaltige Flüssigkeit, die Blätter, Stängel, Töpfe oder die Fläche unter der Pflanze klebrig machen kann. Auf diesen Rückständen kann sich dunkler Rußtau bilden.5 Wenn du den Honigtau entfernst, lassen sich neue klebrige Rückstände später leichter erkennen. Fühlt sich eine Pflanze klebrig an, obwohl du keine Blattläuse findest, prüfe auch die anderen Ursachen für klebrige Blätter und Tropfen.

Ameisen sind manchmal an Blattlauskolonien zu finden, weil sie sich vom Honigtau ernähren. Wenn auffallend viele Ameisen an einer Pflanze unterwegs sind, kann das auf eine versteckte Kolonie hinweisen. Ameisen rund um einen Topf können allerdings auch andere Ursachen haben.

Symptome, die auch andere Ursachen haben können

Durch das Saugen der Blattläuse können sich junge Blätter einrollen, knittern oder verformen. Größere Kolonien können den Neuaustrieb schwächen oder sein Wachstum bremsen.5

Probleme mit der Wasserversorgung, den Wurzeln oder der Düngung sowie andere Schädlinge können ähnliche Symptome verursachen. Achte auf die Tiere selbst, Häutungsreste, Honigtau oder einen anderen eindeutigen Hinweis, bevor du gezielt gegen Blattläuse vorgehst.

Gelbe Blattläuse entlang einer Blattader neben braun verfärbtem Blattgewebe.
Entlang der Blattader sind gelbe Blattläuse zu sehen. Bestätige den Befall anhand der Insekten selbst, denn braune Stellen und eingerollte Blätter können verschiedene Ursachen haben.

Blattläuse von anderen Zimmerpflanzenschädlingen unterscheiden

Blattläuse haben mehrere gut sichtbare Merkmale, die bei der Bestimmung helfen. Wenn du die Insekten nicht eindeutig erkennst, achte auf ihre Körperform, die Stellen, an denen sie sich sammeln, sowie auf Schäden oder Rückstände in ihrer Umgebung.

Häufige Zimmerpflanzenschädlinge, die mit Blattläusen verwechselt werden können
Schädling Woran du ihn erkennst
Blattläuse Kleine Insekten mit weichem Körper, die häufig an frischem Austrieb in Gruppen sitzen. Die Fühler sind aus der Nähe meist gut zu erkennen. Am Hinterleib können die Siphonen sichtbar sein. Bei größeren Kolonien finden sich oft Häutungsreste und Honigtau.
Wollläuse Ovale Insekten mit einer auffälligen weißen, pudrigen oder watteartigen Wachsschicht. Sie sitzen häufig an Blattansätzen und anderen geschützten Stellen.
Weiße Fliegen Die erwachsenen Weißen Fliegen sind winzig, hell und geflügelt. Sie fliegen häufig vom Blatt auf, wenn die Pflanze bewegt wird. Die Jungtiere sitzen fest auf den Blattunterseiten.
Thripse Schlanke Insekten, die sich schnell bewegen können. Ihre Fraßspuren zeigen sich häufig als helle oder silbrige Stellen, manchmal zusammen mit kleinen dunklen Kotpunkten.
Schildläuse Erwachsene Schildläuse wirken meist wie fest sitzende Höcker oder kleine Schilde auf Blättern und Stängeln. Junge Schildläuse sind winzig und beweglich.
Spinnmilben Winzige Milben, die feine helle Sprenkel auf den Blättern verursachen. Bei stärkerem Befall können zarte Gespinste entstehen.

Mehrere Schädlinge können gleichzeitig auf derselben Pflanze vorkommen. Wenn du weitere unbekannte Insekten oder Schäden bemerkst, prüfe sie deshalb jeweils separat.

Blattläuse an Wurzeln und im Substrat

Einige Blattlausarten saugen an den Wurzeln.4, 12 Wenn du blattlausähnliche Insekten oder wachsige Kolonien an den Wurzeln oder im Substrat findest, prüfe deshalb, ob es sich um wurzelbewohnende Blattläuse handelt.

Wurzelbewohnende Blattläuse können weiß und wachsartig aussehen und dadurch Wollläusen an den Wurzeln ähneln.12 Vergilbung, Welken und langsamer Wuchs kommen auch bei vielen anderen Wurzelproblemen vor. Der entscheidende Hinweis sind daher sichtbare Insekten.

Wenn du Insekten oder wachsiges Material im Bereich des Substrats findest, kontrolliere auch die Wurzeln.

Was du tun solltest, wenn du Blattläuse findest

Die ganze Pflanze und benachbarte Pflanzen kontrollieren

Wenn du die erste Kolonie entdeckt hast, kontrolliere den Rest der Pflanze. Untersuche besonders frisch austreibende und noch gefaltete Blätter, Stängelansätze und andere geschützte Stellen, an denen Blattläuse leicht unbemerkt bleiben.

Prüfe auch die Pflanzen in der Nähe. Geflügelte Blattläuse können zu anderen Pflanzen fliegen und dort neue Kolonien gründen.3

Stell die befallene Pflanze nach Möglichkeit so, dass ihre Blätter keine Nachbarpflanzen mehr berühren. Das erleichtert die Kontrolle und das Entfernen der Tiere und kann die direkte Ausbreitung von einer Pflanze zur nächsten begrenzen. Kontrolliere die umliegenden Pflanzen gleich mit.

Grüne Blattlaus auf einem jungen Pflanzenstängel nahe einem Blattansatz.
Blattläuse können sich an jungen Stängeln und Blattansätzen verstecken. Kontrolliere diese Stellen nach dem Reinigen der Pflanze erneut.

So viele Blattläuse wie möglich entfernen

Blattläuse mit Wasser oder von Hand zu entfernen, ist ein sinnvoller erster Schritt. Bei einer kleinen, gut erreichbaren Kolonie kann das bereits ausreichen.

Mit einem gezielten Wasserstrahl lassen sich Blattläuse von robusten Blättern und Stängeln abspülen. Stütze biegsame Stängel und empfindlichen Neuaustrieb beim Abbrausen mit der Hand, damit nichts abknickt oder einreißt.

Empfindliche Pflanzen kannst du vorsichtig abwischen. Reinige dabei besonders den Neuaustrieb, die Blattunterseiten und die Stängelansätze sowie die Bereiche rund um die sichtbare Kolonie.

Ein Rückschnitt kann helfen, wenn ein einzelner Trieb, eine Blüte oder mehrere dicht sitzende Knospen stark befallen sind. Bei leichtem Befall reicht es meist, die Blattläuse nur an den betroffenen Trieben oder Blättern zu entfernen.

Halte den Wasserstrahl nach Möglichkeit vom Substrat weg und lass überschüssiges Wasser gut ablaufen.

Du kannst die Pflanze erneut abbrausen oder abwischen, sobald du weitere lebende Blattläuse findest. Kleine Befälle lassen sich manchmal allein durch gründliches Entfernen und konsequente Nachkontrollen in den Griff bekommen.

Klebrigen Honigtau entfernen

Honigtau kann auch nach dem Entfernen der Insekten auf der Pflanze zurückbleiben. Wische robuste Blätter vorsichtig mit einem weichen, feuchten Tuch ab oder spüle unempfindliche Blätter vorsichtig mit Wasser ab.

Wenn die Rückstände entfernt sind, fallen neue Spuren bei späteren Kontrollen schneller auf. Gleichzeitig entfernst du den zuckerhaltigen Belag, auf dem sich Rußtau entwickeln kann.

Weiter auf lebende Blattläuse kontrollieren

Kontrolliere die Pflanze regelmäßig, solange noch Blattläuse auftauchen. Achte besonders auf Neuaustrieb, gefaltete Blätter und Stellen, an denen zuvor Kolonien saßen.

Entferne alle lebenden Blattläuse, die du findest.

Kontrolliere die Pflanze so oft wie nötig. Wenn du ein Pflanzenschutzmittel verwendest, halte dich bei Wiederholungsbehandlungen an die Anwendungshinweise.9

Wenn Blattläuse nicht verschwinden oder wiederkommen

Wenn nach der ersten Reinigung erneut Blattläuse auftauchen, kann das verschiedene Gründe haben.

Einzelne Tiere können in gefalteten Blättern oder dichtem Neuaustrieb übersehen worden sein. Vielleicht sitzt auf einer Pflanze in der Nähe noch eine Kolonie. Neue Pflanzen oder Stecklinge können Blattläuse in die Sammlung bringen, und geflügelte Blattläuse können auch von anderer Stelle zufliegen.

Wenn die Bedingungen in Innenräumen für sie günstig sind, können sich Blattläuse schnell vermehren. Schon wenige überlebende Tiere können deshalb überraschend bald wieder auffallen. In manchen Kolonien entstehen außerdem geflügelte Blattläuse, die sich ausbreiten und neue Kolonien gründen können.3

Die Pflanze weiter auf Blattläuse prüfen

Prüfe bei den weiteren Kontrollen, ob noch lebende Blattläuse an der Pflanze sitzen.

Gelbtafeln können geflügelte Blattläuse fangen und zeigen, dass Blattläuse in der Umgebung fliegen. Die Zahl der gefangenen Tiere sagt jedoch nicht, wie viele Blattläuse tatsächlich an der Pflanze saugen.6 Kontrolliere deshalb Blätter und Stängel auf lebende Blattläuse.

Wenn die Bekämpfung nicht greift

Wenn die Blattläuse immer wieder auftauchen, kontrolliere die Pflanze noch einmal gründlich, bevor du die Behandlung wechselst.

Vergewissere dich erneut, dass es wirklich Blattläuse sind, suche nach versteckten Kolonien und kontrolliere benachbarte Pflanzen. Wenn du ein Spray verwendet hast, das die Blattläuse direkt treffen muss, prüfe auch, ob es an die Stellen gelangt ist, an denen die Blattläuse saßen.

Wenn du ein Pflanzenschutzmittel verwendest, halte dich an die Dosierung und die Wiederholungsabstände der aktuellen Gebrauchsanweisung.9

Auch Resistenzen können die Wirkung eines Mittels verringern.7 Übersehene Tiere, Stellen, die das Mittel nicht erreicht hat, und Blattläuse, die neu hinzugekommen sind, können ebenfalls den Eindruck erwecken, dass die Behandlung nicht funktioniert hat. Prüfe diese naheliegenden Ursachen, bevor du auf ein anderes Mittel wechselst.

Weitere Möglichkeiten, Blattläuse zu bekämpfen

Bei einer kleinen Kolonie kannst du Blattläuse weiterhin abspülen oder abwischen, sobald du sie entdeckst. Bei stärkerem oder wiederkehrendem Befall können Nützlinge für Zimmerpflanzen oder ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel sinnvoll sein.

Wenn du Nützlinge einsetzen möchtest, prüfe vor dem Einsatz eines weiteren Mittels gegen Schädlinge, ob es mit den Nützlingen verträglich ist. Wurde die Pflanze kürzlich behandelt, beachte außerdem, wie lange du laut Anbieter bis zum Ausbringen der Nützlinge warten solltest.

Nützlinge gegen Blattläuse einsetzen

Nützlinge bekämpfen Blattläuse auf unterschiedliche Weise. Chrysoperla carnea-Florfliegenlarven und Adalia bipunctata-Marienkäferlarven fressen Blattläuse direkt. Schlupfwespen entwickeln sich im Körper einzelner Blattläuse und töten ihren Wirt schließlich.

Verschiedene Schlupfwespenarten wirken gegen unterschiedliche Blattläuse. Prüfe deshalb, gegen welche Blattläuse der Anbieter das jeweilige Produkt empfiehlt.8 Das ist besonders hilfreich, wenn du nicht weißt, welche Blattlausart du vor dir hast.

Nützlinge können sich in Wohnräumen anders verhalten als in einem gewerblichen Gewächshaus.8 Temperatur und die Zahl der vorhandenen Blattläuse spielen eine Rolle, und freigesetzte Tiere können sich im Raum verteilen. Halte dich an die Angaben des Anbieters dazu, wie viele Nützlinge du ausbringen sollst, welche Bedingungen sie brauchen und welche Behandlungen mit ihnen verträglich sind.

Ein Pflanzenschutzmittel einsetzen

Die Regeln für Pflanzenschutzmittel unterscheiden sich je nach Land. Prüfe, ob das jeweilige Produkt in deinem Land für den betreffenden Schädling, die zu behandelnde Pflanze und die Anwendung zu Hause zugelassen ist. In Deutschland wähle ein Mittel, das im Haus- und Kleingartenbereich für nichtberufliche Anwender zugelassen ist.9 Halte dich an die aktuelle Gebrauchsanweisung zu Dosierung, Anwendung, Wiederholungsabständen und allen Sicherheitshinweisen.

Prüfe außerdem, ob in der Gebrauchsanweisung Pflanzen oder Bedingungen genannt werden, bei denen das Mittel nicht angewendet werden darf.

Wenn du Nützlinge einsetzen möchtest, prüfe vor der Behandlung oder vor dem Ausbringen der Nützlinge, ob das Pflanzenschutzmittel mit ihnen verträglich ist.

Hausmittel und Pflanzenverträglichkeit

Produkte, die gezielt zur Insektenbekämpfung entwickelt wurden, haben eine festgelegte Zusammensetzung und klare Anwendungshinweise. Bei Spülmitteln und anderen Haushaltsreinigern unterscheiden sich Konzentration und Inhaltsstoffe von Produkt zu Produkt. Deshalb lässt sich ihre Wirkung auf Blattläuse und Blätter schlecht vorhersagen.

Auch selbst gemischte Lösungen mit Essig oder ätherischen Ölen können sehr unterschiedlich konzentriert sein und empfindliche Blätter schädigen.

Bei manchen Zimmerpflanzen reagieren Blätter oder junger Austrieb besonders empfindlich auf selbst gemischte Sprühlösungen. Wenn du ein Mittel brauchst, wähle ein dafür vorgesehenes und zugelassenes Produkt und halte dich an seine Anwendungshinweise.

Schäden, Virusrisiko und Erholung der Pflanze

Was mit geschädigtem Austrieb passiert

Blätter, die während ihrer Entfaltung von Blattläusen befallen waren, können auch nach dem Verschwinden der Tiere eingerollt, knittrig oder verformt bleiben.

Ob noch Blattläuse vorhanden sind, erkennst du an lebenden Tieren und neu auftretendem Honigtau. Ältere Schäden können sichtbar bleiben, obwohl die Bekämpfung bereits erfolgreich war.

Auch Honigtau und der darauf entstehende dunkle Rußtau können nach dem Verschwinden der Insekten zurückbleiben. Wenn du die Blätter reinigst, entfernst du diese Rückstände und erkennst frischen Honigtau leichter, falls Blattläuse wieder auftauchen.

Nach einem starken Befall kann die Pflanze eine Zeit lang langsamer weiterwachsen.

Blattläuse und Pflanzenviren

Einige Blattläuse können Pflanzenviren übertragen. Die Virusübertragung kann Zimmer- und Zierpflanzen sowie Nutzpflanzen betreffen.

Dasheen mosaic virus kann Zimmerpflanzen aus der Familie der Aronstabgewächse infizieren. Blattläuse können das Virus auf Philodendron übertragen.10 Das Virus wurde außerdem bei bekannten Zimmerpflanzen wie Anthurium, Dieffenbachia und Philodendron nachgewiesen.11

Mosaikartige Muster, ungleichmäßige Färbungen und verformter Wuchs können verschiedene Ursachen haben. Manche infizierten Pflanzen zeigen zudem nur wenige auffällige Symptome.11 Wenn du Gewissheit brauchst, kann eine Laboruntersuchung klären, ob ein Virus vorhanden ist.

Bleiben ungewöhnliche Symptome bestehen, nachdem die Blattläuse unter Kontrolle sind, solltest du vorerst keine Stecklinge von der betroffenen Pflanze nehmen, bis die Ursache besser geklärt ist.

Zur gewohnten Pflege zurückkehren

Sobald der Blattlausbefall unter Kontrolle ist, pflege die Pflanze wieder wie gewohnt: Sorge für ihre üblichen Lichtverhältnisse und behalte den normalen Gießrhythmus bei. Dünge sie auch während der Erholung in der üblichen Menge weiter.

Beobachte den Neuaustrieb und achte weiterhin auf lebende Blattläuse. Gesunde neue Blätter und Triebe sind ein gutes Zeichen dafür, dass sich die Pflanze erholt.

Das Risiko eines erneuten Blattlausbefalls senken

Kontrolliere neue Pflanzen, bevor du sie zu deinen anderen Pflanzen stellst. Achte dabei besonders auf frische Triebe, Blattunterseiten und Knospen.

Prüfe auch Pflanzen, die eine Zeit lang draußen standen, bevor du sie wieder zwischen deine anderen Zimmerpflanzen stellst. Blattläuse und andere Schädlinge werden beim Hereinholen leicht übersehen.

Wenn du an einer Pflanze Blattläuse gefunden hast, kontrolliere auch die Pflanzen in der Nähe, selbst wenn sie gesund aussehen. Kleine Kolonien können sich in dichtem Neuaustrieb gut verstecken.

Auch Stecklinge und anderes lebendes Pflanzenmaterial können Insekten in eine Sammlung einschleppen. Kontrolliere sie deshalb ebenfalls kurz, bevor du sie zu deinen anderen Pflanzen stellst.

Geflügelte Blattläuse können von draußen zufliegen oder sich zwischen Pflanzen bewegen.3 Regelmäßige Kontrollen des frischen Austriebs helfen, neue Kolonien früh zu entdecken. Dabei lassen sich auch Wollläuse, Thripse und andere Zimmerpflanzenschädlinge oft erkennen, solange sie noch leicht zu bekämpfen sind.

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Yovkova, M., Petrović-Obradović, O., Tasheva-Terzieva, E. & Pencheva, A. (2013). Aphids (Hemiptera, Aphididae) on ornamental plants in greenhouses in Bulgaria. ZooKeys, 319, 347–361.
  2. Michaud, J. P. (2022). The Ecological Significance of Aphid Cornicles and Their Secretions. Annual Review of Entomology, 67, 65–81.
  3. Deem, K. D., Gregory, L. E., Liu, X., Saleh Ziabari, O. & Brisson, J. A. (2024). Evolution and molecular mechanisms of wing plasticity in aphids. Current Opinion in Insect Science, 61, 101142.
  4. Ong, M., Pickett, C., Feng, A., Lau, A., Buirs, L. & Gries, G. (2025). Rice Root Aphids, Rhopalosiphum rufiabdominale, Preferentially Choose and Multiply Faster on Monocotyledonous Plants. Entomologia Experimentalis et Applicata, 173, 1205–1215.
  5. Royal Horticultural Society. Aphids. RHS Advice Guide.
  6. Grupe, B., Dieckhoff, C. & Meyhöfer, R. (2023). Keep an eye on natural enemies: What Aphidius on sticky traps tells us about aphid pest population dynamics. Entomologia Experimentalis et Applicata, 171(10), 722–731.
  7. Bass, C., Puinean, A. M., Zimmer, C. T. et al. (2014). The evolution of insecticide resistance in the peach potato aphid, Myzus persicae. Insect Biochemistry and Molecular Biology, 51, 41–51.
  8. Prado, S. G., Jandricic, S. E. & Frank, S. D. (2015). Ecological Interactions Affecting the Efficacy of Aphidius colemani in Greenhouse Crops. Insects, 6(2), 538–575.
  9. Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Pflanzenschutzmittel in Haus- und Kleingarten.
  10. Ram, R., Joshi, A., Verma, N., Kulshrestha, S., Raikhy, G., Hallan, V. & Zaidi, A. A. (2003). First report of Dasheen mosaic virus infecting four ornamental aroids in India. Plant Pathology, 52, 411.
  11. Zettler, F. W., Abo El-Nil, M. M. & Hartman, R. D. (1978). Dasheen mosaic virus. Descriptions of Plant Viruses, No. 191.
  12. Royal Horticultural Society. Root aphids. RHS Advice Guide.

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