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Tillandsia (Luftpflanze)

Tillandsia bulbosa vor weißem Hintergrund

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Tillandsia xerographica – Blattdetail vor weißem Hintergrund..
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Bromeliaceae (Bromeliengewächse)

Tillandsia (Luftpflanze)

Auf einen Blick

Tillandsia drinnen halten: Licht, Wasser und Platz

  • Helligkeit: ausreichend für stabilen Wuchs, direkte Sonne nur mit passender Anpassung.
  • Luftbewegung: leicht und regelmäßig, damit feuchte Luft nicht steht.
  • Gießen: passend zur Pflanze, zum Standort und zum verfügbaren Platz.
  • Nutze eine luftige, formstabile Mischung, damit Wasser abläuft und die Wurzelzone nicht dauerhaft nass bleibt.
  • Für Tillandsia zählt das Zusammenspiel aus verlässlichem Licht, luftiger Wurzelzone und angepasstem Gießen.
  • Abgestimmtes Licht, passendes Gießen und ein luftiges Substrat machen Tillandsia im Alltag verlässlicher.
Botanisches Profil

Tillandsia (Luftpflanzen) – botanisches Profil epiphytischer Bromelien

Tillandsia ist eine extrem artenreiche Bromeliengattung innerhalb der Bromeliaceae (Unterfamilie Tillandsioideae), von Linnaeus etabliert und nach dem schwedischen Botaniker Elias Tillandz benannt. Rund 650 Arten sind anerkannt, die meisten davon epiphytische oder epilithische Luftpflanzen, die Wasser und Nährstoffe über spezialisierte Blatttrichome aufnehmen – über die Blätter, nicht über Bodenwurzeln.

  • Ordnung: Poales
  • Familie: Bromeliaceae (Unterfamilie Tillandsioideae)
  • Tribus: Tillandsieae
  • Gattung: Tillandsia L.
  • Typusart: Tillandsia usneoides (L.) L.
  • Chromosomen: Die meisten Arten zeigen 2n = 50, mit einem bimodalen Karyotyp, der für Tillandsioideae typisch ist; höhere Polyploide treten lokal auf.

Verbreitung & Lebensraum: Tillandsia ist in Amerika heimisch, vom Südosten der USA und Nordmexiko über Mesoamerika und die Karibik bis nach Zentralargentinien und Chile. Arten besiedeln sehr unterschiedliche Lebensräume, darunter Tiefland- und Bergregenwälder, Nebelwälder, trockene Dornbuschgebiete, hohe Andenhänge und Küstendünen, meist als Epiphyten auf Bäumen oder als Lithophyten auf Klippen und Felsen, wo freier Wasserablauf und gute Luftbewegung vorherrschen.

  • Lebensform: Immergrüne, meist stammlos oder kurzstämmig wachsende Epiphyten und Lithophyten, von winzigen büscheligen Arten bis zu großen rosettenbildenden Tankbromelien.
  • Blattansatz: Schmale bis breite Blätter in Rosetten oder entlang verlängerter Achsen; Wurzelsysteme sind zu Haftwurzeln reduziert und dienen der Verankerung, nicht maßgeblich der Wasseraufnahme.
  • Blattgröße: Reicht von wenigen Zentimetern bei feinen, fadenartigen Arten bis zu über 50 cm bei großen Rosetten und felsbewohnenden Taxa.
  • Struktur & Farbe: Oberflächen sind dicht mit absorbierenden Trichomen bedeckt, die vielen Arten einen silbernen, grauen oder glauk bereiften Schimmer geben; grüne Arten besitzen weniger Trichome und sind stärker auf Umgebungsfeuchte angewiesen als auf häufige Nass-Trocken-Zyklen.
  • Auffällige Anpassung: CAM-Photosynthese und hocheffiziente Blatttrichome ermöglichen schnelle Aufnahme von Tau, Nebel und Regen und damit das Überleben auf nackter Rinde, Fels und menschengemachten Strukturen mit minimalem Zugang zu flüssigem Wasser oder Bodennährstoffen.

Blütenstand & Frucht: Tillandsia bildet einfache oder verzweigte Blütenstände mit farbigen Hochblättern und röhrenförmigen Blüten in Rot-, Rosa-, Gelb-, Orange- oder Violetttönen, oft bestäubt von Kolibris, Fledermäusen oder nachtaktiven Faltern. Trockene Kapseln öffnen sich und geben zahlreiche winzige Samen mit seidigen Haarschöpfen frei, die wie Fallschirme wirken und Windverbreitung über Baumkronen und Klippen erleichtern.

Details & Pflege

Tillandsia: Luftpflanzen mit skulpturalen Formen für schlichte Arrangements

Licht, Wasser und Luftbewegung entscheiden über das Ergebnis

Tillandsia wächst ohne Erde und hält sich mit drahtigen Wurzeln an Rinde, Stein und Ästen fest. Drinnen lässt sie sich vielseitig arrangieren: aufgebunden, im Rahmen, auf Treibholz, in Drahtständern oder in einer flachen Schale mit Steinen als Halt.

Ziel sind sehr helles Licht und warme, bewegte Luft. Beim Gießen geht es weniger um Wassermenge als um vollständiges Benetzen mit schnellem Abtrocknen danach. Pflanzen, die stundenlang feucht bleiben, bauen besonders in kühlen Räumen oft ab.

Rechne mit langsamem, gleichmäßigem Wachstum und gelegentlichen Blüten, danach mit Kindeln an der Basis. Ein kleiner Horst wirkt mit der Zeit voller, wenn Ableger dranbleiben.

  • Gießroutine: 10–20 Minuten tauchen, dann Wasser ausschütteln und an einem hellen Platz trocknen lassen; Besprühen als Ergänzung hilft nur, wenn die Pflanze schnell wieder trocknet.
  • Wasserqualität: Weiches, mineralarmes Wasser reduziert Flecken und braune Spitzen; kaltes Wasser vorher auf Raumtemperatur kommen lassen.
  • Standort: Gute Luftbewegung nahe einem hellen Fenster, unter Pflanzenlampen oder an einem hellen, feuchteren Platz mit verlässlicher Abtrocknung.
  • Worauf achten: Runzlige oder eingerollte Blätter zeigen Wassermangel; geschwärzte Basen deuten auf eingeschlossene Feuchtigkeit und Fäulnis hin.
  • Zusatzpflege: Staub regelmäßig abspülen; verblühte Blütenstände entfernen, sobald sie trocken sind; Dünger sehr schwach und selten einsetzen.

Häufige Fragen zu Tillandsia