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Nephrolepis (Schwertfarn)

Wedel von Nephrolepis exaltata 'Boston Blue Bell' vor weißem Hintergrund

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Nephrolepis exaltata ‘Fluffy Ruffles’ – Blattdetail vor weißem Hintergrund..

Polypodiaceae (Tüpfelfarngewächse)

Nephrolepis (Schwertfarn)

Auf einen Blick

Nephrolepis (Boston- und Schwertfarne) - Leitfaden für bogige Wedel

  • Wuchs: dichte Horste mit bogigen Wedeln; gut für Ampeln, Pflanzständer und um Ecken weicher wirken zu lassen.
  • Licht: heller Schatten oder wenig bis mittelhell; bei zu wenig Licht werden die Wedel lang und schwach, direkte Sonne bleicht und verbrennt die Spitzen.
  • Gießen: das Substrat gleichmäßig feucht halten, aber nicht nass; komplettes Austrocknen macht Wedel von den Spitzen her schnell knusprig.
  • Substrat: mag ein feines, faseriges Substrat, das gut abläuft und trotzdem Feuchtigkeit um die feinen Wurzeln hält.
  • Luftfeuchtigkeit: sieht mit mittlerer Luftfeuchtigkeit deutlich besser aus; sehr trockene Luft führt zu braunen Rändern und häufigem Wedelverlust.
  • Pflege: alte Wedel regelmäßig entfernen und Pflanzen gelegentlich teilen, damit sie ordentlich und kräftig bleiben.
Botanisches Profil

Nephrolepis: botanisches Profil der Schwertfarne

Nephrolepis ist eine Gattung überwiegend immergrüner Farne, die traditionell in Nephrolepidaceae eingeordnet wird, oft aber auch innerhalb von Lomariopsidaceae behandelt wird. Schott stellte die Gattung 1834 auf, um Farne mit charakteristischen Aderungs- und Sorusmustern abzugrenzen. Derzeit werden rund 30 Arten anerkannt, darunter weit verbreitete Zierschwertfarne wie Nephrolepis exaltata und Nephrolepis cordifolia.

  • Ordnung: Polypodiales
  • Familie: Nephrolepidaceae (teilweise auch in Lomariopsidaceae eingeschlossen)
  • Tribus: -
  • Gattung: Nephrolepis Schott
  • Typusart: Nephrolepis exaltata (L.) Schott
  • Chromosomen: Grundzahl x = 41; die meisten Arten sind offenbar diploid (2n = 82), daneben gibt es einige polyploide und aneuploide Zytotypen.

Verbreitung und Habitat: Nephrolepis ist pantropisch verbreitet, mit Schwerpunkten in den Neotropen und den tropischen Regionen Asiens und Australiens; mehrere Arten sind weit über ihre natürlichen Areale hinaus eingebürgert. Die Pflanzen wachsen in feuchten Tieflandwäldern, Küstenwäldern, an Sumpfrändern und an gestörten Standorten, oft als terrestrische Farne in humusreichen Böden. Einige Arten leben aber auch epiphytisch oder epipetrisch an Stammbasen, auf vermoderndem Holz oder auf Felsflächen bis in etwa 1 000 m Höhe oder darüber.

  • Wuchsform: Horstig oder kriechend wachsende Farne mit kurzen, aufrechten Rhizomen und langen, oft bogig überhängenden Wedeln; viele Arten bilden schlanke, drahtige Ausläufer, die an den Knoten wurzeln und dichte Kolonien bilden.
  • Wedelaufbau: Linealische bis lanzettliche Wedel mit deutlichem Stiel und zahlreichen Fiederblättchen; diese sind gelenkig mit der Rhachis verbunden und fallen oft leicht ab, ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.
  • Wedelgröße: Zierformen tragen meist 30–120 cm lange Wedel; manche Wildpflanzen können unter günstigen Bedingungen noch deutlich länger werden.
  • Struktur und Farbe: Mittelkräftige, hell- bis mittelgrüne Fiederblättchen, meist mit ganzrandigen bis fein gesägten Rändern; junge Wedel entrollen sich eingerollt, wie es für Farne typisch ist.
  • Bemerkenswerte Anpassung: Ausgedehnte Ausläufernetze ermöglichen eine schnelle Besiedlung offener, gestörter und luftfeuchter Kleinststandorte und sichern das vegetative Weiterwachsen nach mechanischen Schäden oder nach vorübergehendem Austrocknen der oberen Substratschicht.

Sori und Sporen (Fortpflanzungsmerkmale): Nephrolepis bildet runde bis leicht nierenförmige Sori auf der Unterseite der Fiederblättchen, meist nahe am Rand und oft durch nierenförmige Indusien geschützt. Jeder Sorus produziert zahlreiche Sporen, die durch Wind verbreitet werden; eine erfolgreiche Etablierung gelingt vor allem an feuchten, schattigen Kleinststandorten mit geeignetem Substrat für die Ausbreitung der Rhizome.

Details & Pflege

Nephrolepis: Schwertfarne mit klassisch überhängenden Wedeln

Nephrolepis bringt die weiche, fontänenartige Form, die viele mit dem „Boston-Farn“ verbinden: viele schmale Wedel, die sich bogenförmig ausbreiten und Raum füllen, wenn die Bedingungen gleichmäßig bleiben. Drinnen wirkt er sofort dicht und grün, reagiert aber schnell auf Schwankungen beim Gießen und bei der Luftfeuchtigkeit.

Nephrolepis liebt gleichmäßige Abläufe. Stabile Feuchtigkeit, milde Temperaturen und ein Platz abseits heißer Heizkörper halten die Wedel dicht und glänzend und verhindern brüchige, lückige Stellen.

Eine Nephrolepis auswählen

  • Für Ampeln: rechne damit, dass die Wedel breiter werden als der Topf; lass genug Abstand, damit die Spitzen nicht ständig gestreift werden.
  • Für Regale und Pflanzenständer: ein kompakterer, aufrechterer Wuchs ist in schmalen Bereichen leichter zu halten.
  • Für trockenere Wohnungen: ein etwas größerer Topf puffert das Austrocknen; kombiniere ihn mit einer Mischung, die etwas Feuchtigkeit hält, ohne nass zu bleiben.
  • Für helle, feuchtere Bereiche: Wärme und höhere Luftfeuchtigkeit passen oft gut zu Nephrolepis, solange genügend Licht vorhanden ist.

Pflege im Innenraum

Helles, sanftes Licht ist ideal. Milde Morgensonne kann passen; harte Mittagssonne durch Glas kann Wedelspitzen verbrennen. Gieße gründlich, lass alles ablaufen und gieße erneut, sobald der obere Topfbereich leicht abgetrocknet ist. Nephrolepis mag kein wiederholtes Austrocknen bis in den Kern, leidet aber ebenso, wenn Wurzeln in stehendem Wasser sitzen.

Ein kleiner Neustart hilft oft: Spüle den Topf gelegentlich durch, um Salzansammlungen zu reduzieren, und halte die Wedel staubfrei, damit die Pflanze das vorhandene Licht besser nutzen kann.

  • Luftfeuchte: Pflanzengruppen helfen; in sehr trockener Luft schützt ein Luftbefeuchter die Wedel vor knusprigen Rändern.
  • Substrat: luftig und faserig ist ideal; verdichtete Mischung auffrischen, damit Sauerstoff an die Wurzeln kommt.
  • Düngung: leichte, regelmäßige Düngung während des Wachstums unterstützt gleichmäßigen Wedelnachschub.
  • Umtopfen: eine Topfgröße größer wählen, wenn die Wurzeln den Topf füllen; enge Wurzeln trocknen schnell und bräunen früher.

Worauf Du achten solltest

  • Knusprige Spitzen: prüfe, wie tief der Topf abtrocknet und ob warme Luft direkt auf die Pflanze trifft.
  • Plötzlicher Wedelverlust: oft kalte Zugluft oder ein abrupter Gießwechsel; wähle einen ruhigeren, wärmeren Platz.
  • Blasse neue Wedel: können auf zu wenig Licht oder zu wenig Nährstoffe hinweisen; in kleinen Schritten anpassen.
  • Feine Gespinste: Spinnmilben profitieren von trockener Luft; früh behandeln und die Luftfeuchtigkeit erhöhen.

Häufige Fragen zu Nephrolepis