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Aeschynanthus (Schamblume)

Lippenstiftpflanze Aeschynanthus speciosus 'Mona Lisa' mit glänzend grünen Blättern und dunkelroten Blüten vor weißem Hintergrund

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Nahaufnahme eines Blatts von Aeschynanthus 'Japhrolepis' vor weißem Hintergrund.
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Nahaufnahme eines Blatts von Aeschynanthus 'Rasta' vor weißem Hintergrund.
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Nahaufnahme eines Blatts von Aeschynanthus 'Swing' vor weißem Hintergrund.
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Aeschynanthus 'Twister' – Blattdetail vor weißem Hintergrund..
Nahaufnahme eines Blatts von Aeschynanthus longicaulis (marmoratus) vor weißem Hintergrund.
Nahaufnahme eines Blatts von Aeschynanthus marmoratus in Kokodama vor weißem Hintergrund.
Aeschynanthus pulcher – Blattdetail vor weißem Hintergrund..
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Nahaufnahme eines Blatts von Aeschynanthus radicans 'Pink Polka' vor weißem Hintergrund.
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Nahaufnahme eines Blatts von Aeschynanthus speciosus 'Mona Lisa' vor weißem Hintergrund.
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Gesneriaceae (Gesneriengewächse)

Aeschynanthus (Schamblume)

Auf einen Blick

Aeschynanthus (Lippenstiftpflanzen) - Pflege auf einen Blick

  • Wuchsform: hängend oder bogig wachsender Epiphyt, der in Hängeampeln oder auf hohen Regalen mit Platz zum Herabhängen am besten wirkt.
  • Lichtbedarf: viel indirektes Licht nah am Fenster; längere Zeit im tiefen Schatten oder harte Mittagssonne bremsen beide die Blüte.
  • Gießen: gieße, wenn etwa das obere Drittel des Substrats abgetrocknet ist; wiederholtes völliges Austrocknen oder dauerhaft nasse Erde führen beide zu Knospenfall.
  • Substrat und Wurzeln: bevorzugt eine lockere, halb epiphytische Mischung mit Rinde und mineralischen Bestandteilen, damit die Wurzeln luftig statt verdichtet stehen.
  • Temperaturbereich: wohl bei 18-25 °C; länger anhaltende Kühle deutlich unter 15 °C führt in nassem Substrat oft zu Blattverlust.
  • Haustiere und Menschen: gilt allgemein als eher unproblematisch, ist aber trotzdem eine Zierpflanze; Kauen besser vermeiden.
Botanisches Profil

Aeschynanthus: botanisches Profil der Lippenstiftpflanzen

Aeschynanthus ist eine Gattung immergrüner, ausdauernder Pflanzen aus der Familie Gesneriaceae, die epiphytisch oder lithophytisch wachsen, und wurde 1823 von William Jack beschrieben. Der Name wird meist aus griechischen Wortstämmen hergeleitet, die häufig als „beschämt“ und „Blüte“ gedeutet werden - ein Verweis auf die intensiv gefärbten Kronröhren, die an einen aus der Hülse gedrehten Lippenstift erinnern. Je nach taxonomischer Auffassung werden etwa 150 bis 180 Arten anerkannt; mehrere davon sind als hängende Lippenstiftpflanzen in Kultur weit verbreitet.

  • Ordnung: Lamiales
  • Familie: Gesneriaceae
  • Tribus: Trichosporeae (Untertribus Didymocarpinae)
  • Gattung: Aeschynanthus Jack
  • Typusart: Aeschynanthus volubilis Jack
  • Chromosomenzahl: 2n-Zahlen meist um 28-32, bei einigen Taxa sind auch höhere Polyploidiestufen (2n ≈ 48-96) bekannt

Verbreitung und Lebensraum: Heimisch vom östlichen Himalaya und dem südlichen China über das südostasiatische Festland, Malaysia, Indonesien und die Philippinen bis nach Neuguinea und auf die Salomonen. Aeschynanthus wächst meist epiphytisch auf Ästen, gelegentlich auch auf Felsen, in feuchten Tiefland- bis Bergregenwäldern, oft in moosigen, gut belüfteten Bereichen der Baumkronen.

  • Lebensform: Hängende oder locker rankende immergrüne Pflanzen und Halbsträucher, meist epiphytisch, teils auch lithophytisch.
  • Blattanordnung: Gegenständige, kurz gestielte Blätter entlang schlanker bis verholzender Triebe, oft zu langen, herabhängenden Kaskaden angeordnet.
  • Blattgröße: Meist klein bis mittelgroß, bei vielen Arten etwa 3-12 cm lang, mit je nach Art deutlichen Unterschieden von sehr kleinen bis zu deutlich breiteren Blättern.
  • Beschaffenheit und Farbe: Von dünn und weich bis dick und ledrig; meist einfarbig grün, teils auch gesprenkelt oder leicht überhaucht, mit einer Oberfläche, die zeitweises Abtrocknen gut verträgt.
  • Auffällige Anpassung: Röhrenförmige, kräftig gefärbte Blüten an Triebspitzen oder in Büscheln, gut angepasst an Vogelbestäubung in schattigen Waldkronen.

Blütenstand und Frucht: Die Blüten erscheinen in endständigen oder achselständigen Gruppen mit schmalen, röhrenförmigen Kronen in Rot-, Orange- oder Gelbtönen und sind oft auf Besuche von Nektarvögeln ausgelegt. Die Früchte sind längliche, aufspringende Kapseln, die zahlreiche kleine Samen mit haarartigen Anhängseln freisetzen, welche die Ausbreitung durch Wind erleichtern.

Details & Pflege

Aeschynanthus: hängende Schamblumen mit kräftigen Blüten

Aeschynanthus wird wegen glänzender Blätter an überhängenden Trieben und röhrenförmiger Blüten kultiviert, die an ausgereifteren Trieben erscheinen. In Ampeln, erhöhten Töpfen und auf Regalen kommen die herabhängenden Triebe gut zur Geltung und die Pflanze kann mit der Zeit dichter werden.

Aeschynanthus wächst am zuverlässigsten bei hellem, gefiltertem Licht, in einer luftigen Mischung und mit einem Gießrhythmus, bei dem die Wurzeln leicht feucht, aber nie dauerhaft nass stehen. Gleichmäßige Wärme unterstützt ruhiges Wachstum, während kalte Zugluft die Pflanze schnell ausbremsen kann.

Licht: Helles, indirektes Licht unterstützt Blütenbildung und kompakten Wuchs. Harte Mittagssonne kann Blattflächen zeichnen.

Gießen: Gieße, wenn der obere Teil des Topfes anzutrocknen beginnt. Der Topf sollte nicht über längere Zeit nass bleiben.

Substrat: Eine offene, schnell abtrocknende Mischung passt zu epiphytisch geprägten Wurzeln und senkt das Risiko von Triebproblemen.

Form halten: Leichtes Kürzen nach einem Wachstumsschub fördert Verzweigung und hält die Pflanze dichter.

Standort: Warme, gleichmäßige Standorte mit guter, sanfter Luftbewegung halten die Blätter meist länger sauber und stabil.

Die Blüte hängt mit Reife und Licht zusammen. Aeschynanthus blüht oft an längeren, älteren Trieben, deshalb kann ständiges starkes Zurückschneiden die Blüte verzögern. Forme die Pflanze lieber behutsam und lass einige Triebe bis zur Blühlänge wachsen.

Luftfeuchtigkeit: Mäßige Luftfeuchtigkeit hilft, aber Luftbewegung zählt ebenfalls. Stelle die Pflanze so, dass die Blätter nach dem Gießen normal abtrocknen können.

Vor dem Kauf: Achte auf federnde Triebe, feste Blätter und gesunde neue Spitzen. Schwache, schlaffe Triebe deuten meist auf Wurzelstress oder Kälteschäden hin.

Gießen: Gieße gründlich und lass die Mischung danach leicht antrocknen, bevor du erneut gießt. Die Wurzeln brauchen Sauerstoff mehr als dauerhafte Feuchte.

Substrat: Eine lockere, luftige Mischung hält die Triebe fest und senkt in kühleren Phasen das Risiko eines plötzlichen Einbruchs.

Häufige Fragen zu Aeschynanthus