Philodendron gigas – Pflege und Wachstum im Detail
Ein beeindruckender Kletterer mit samtigen Blättern
Philodendron gigas besticht durch seine spektakulären, samtigen Blätter und seine ausgeprägte Kletterfähigkeit. Als hemiepiphytische Pflanze beginnt er sein Leben an Bäumen, entwickelt dabei eine kräftige, eng anliegende Sprossachse und kann in seiner natürlichen Umgebung bis zu 20 Meter hoch wachsen. Die tiefgrünen Blätter mit seidig glänzender Oberfläche stehen im Kontrast zu den helleren, manchmal rötlich geäderten Unterseiten.
In Innenräumen bleibt Philodendron gigas kompakter, wächst aber dennoch kräftig, wenn er ausreichend vertikale Unterstützung bekommt. Seine Luftwurzeln helfen ihm beim Klettern und sorgen für stetiges Wachstum an Moosstäben oder Rankhilfen. Dank dieser Kombination aus Kletterfähigkeit und samtigen Blättern ist er eine faszinierende Wahl für Pflanzenliebhaber:innen.
Philodendron gigas – Besondere Merkmale
- Blattstruktur und Größe: Samtige, eiförmige bis schmale Blätter, die bis zu 125 cm lang werden.
- Stängel und Wurzeln: Kletternde Sprossachse mit kurzen Internodien (1–2 cm) und markanten Blattnarben. Die Wurzeln sind rötlich–braun und warzig, ideal zur Anhaftung.
- Wuchsform: Als hemiepiphytischer Kletterer wächst er optimal mit einer stabilen Rankhilfe.
- Wachstumsgeschwindigkeit: Moderat bis schnell – hohe Luftfeuchtigkeit und regelmäßige Düngung fördern das Wachstum.
- Blüten: Philodendron gigas bildet Spathes mit auffälliger purpur–violetter Färbung im Inneren.
Natürlicher Lebensraum und Wachstum von Philodendron gigas
- Herkunft: Endemisch in Panama (El Llano– cartí–Straße).
- Klima: Hohe Luftfeuchtigkeit, warme Temperaturen und regelmäßige Niederschläge.
- Wuchsverhalten: Kletternd und eng an der Wirtspflanze anliegend.
- Größe in Innenräumen: Erreicht bis zu 1,8 Meter mit geeigneter Unterstützung.
- Toxizität: Enthält Calciumoxalat–Kristalle – giftig für Haustiere und Menschen.
Philodendron gigas – Pflegeanleitung
- Standort: Helles, indirektes Licht ist ideal. Direkte Sonne vermeiden.
- Licht: Gedeiht am besten bei mittelstarkem bis hellem, indirektem Licht. Weniger Licht verlangsamt das Wachstum.
- Gießen: Boden gleichmäßig feucht halten, aber Staunässe vermeiden. Die oberste Erdschicht (2–3 cm) sollte zwischen den Wassergaben leicht antrocknen.
- Luftfeuchtigkeit: Optimale Werte liegen zwischen 60–80 %. Bei trockener Luft helfen Luftbefeuchter oder das Gruppieren mit anderen Pflanzen.
- Temperatur: Ideal sind Temperaturen zwischen 18–27 °C. Zugluft und abrupte Temperaturwechsel vermeiden.
- Substrat: Nährstoffreiche, gut durchlässige Erde aus Torf, Orchideenrinde, Perlit und Kompost.
- Umtopfen: Alle 1–2 Jahre, sobald die Wurzeln den Topf ausfüllen. Ein Topf mit guter Drainage ist essenziell.
- Düngung: Monatliche Düngung mit Flüssigdünger in der Wachstumsphase. Gelegentliche Ergänzung mit Calcium und Magnesium verbessert die Blattgesundheit.
- Vermehrung: Durch Stammstecklinge in Wasser, Erde oder Sphagnum–Moos. Hohe Luftfeuchtigkeit beschleunigt die Wurzelbildung.
- Hydroponik: Anpassungsfähig an semi–hydroponische Systeme. Bei voller Hydrokultur regelmäßige Nährstoffzufuhr sicherstellen.
- Rückschnitt: Entferne beschädigte oder lange Triebe, um einen buschigen Wuchs zu fördern.
- Rankhilfe: Ein Moosstab oder eine stabile Rankhilfe unterstützt das Kletterwachstum und sorgt für größere Blätter.
Häufige Probleme bei Philodendron gigas und Lösungen
- Schädlinge:
- Spinnmilben – erkennbar an feinen Netzen und gelben Flecken. Mit Neemöl oder insektizider Seife behandeln.
- Wollläuse – Weiße, wattige Ablagerungen an Blattansätzen. Mit Alkohol betupfen und Blätter regelmäßig kontrollieren.
- Thripse – Verursachen verkrüppelte, verfärbte Blätter. Mit Neemöl oder einem systemischen Insektizid bekämpfen.
- Trauermücken – Hinweis auf Überwässerung. Erde trocknen lassen und Gelbtafeln verwenden.
- Wurzelfäule: Entsteht durch zu viel Wasser – Drainage verbessern und befallene Wurzeln entfernen.
- Gelbe Blätter: Überwässerung oder Nährstoffmangel. Gießrhythmus und Düngung überprüfen.
- Braune Blattspitzen: Trockene Luft oder unregelmäßiges Gießen.
- Schlappe Blätter: Oft durch trockene Erde oder Schock nach dem Umtopfen.
- Risse in Blättern: Schnelles Wachstum bei hoher Luftfeuchtigkeit – keine ernsthafte Gefahr.
- Pilzbefall: Verbesserte Luftzirkulation und gegebenenfalls Fungizid einsetzen.
Philodendron gigas – Extra–Tipps
- Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen, um Staub zu entfernen und die Photosynthese zu fördern.
- Gelegentlich drehen, um ein gleichmäßiges Wachstum in Richtung Licht zu fördern.
Etymologie
Der Name „Philodendron“ stammt aus dem Griechischen: „philo–“ = Liebe und „dendron“ = Baum, was auf seine natürliche Kletterfähigkeit hinweist. „Gigas“ bedeutet „Riese“ und bezieht sich auf die außergewöhnliche Blattgröße. Die Art wurde 1997 von Botaniker Thomas B. Croat beschrieben.
Häufig gestellte Fragen zu Philodendron gigas
- Wie schnell wächst Philodendron gigas? Mit optimaler Pflege kann er seine Größe innerhalb eines Jahres verdoppeln.
- Kann Philodendron gigas in wenig Licht überleben? Ja, aber das Wachstum wird deutlich verlangsamt.
- Benötigt Philodendron gigas eine Rankhilfe? Ja, Moosstäbe oder Gitter helfen ihm beim gesunden Wachstum.
- Wie kann ich hohe Luftfeuchtigkeit aufrechterhalten? Ein Luftbefeuchter oder das Gruppieren von Pflanzen kann helfen.
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M – in einem Ø 12 cm Topf, ca. 20 cm hoch
L – in einem Ø 17 cm Topf, ca. 75 cm hoch