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Entdecke die einzigartigen Muster der Monstera adansonii Sorten

Aktualisiert: 22. März

Panaschierte Monstera adansonii erklärt: Muster, Pigmente, Stabilität & Sorten


Panaschierte Monstera adansonii sind für viele Pflanzenliebhaber weltweit ein echtes Highlight – nicht nur wegen ihrer auffälligen Lochblätter, sondern auch wegen ihrer einzigartigen und unvorhersehbaren Farbspiele. Jede einzelne Pflanze wirkt wie ein lebendes Kunstwerk – mit weißen, mintfarbenen oder gelben Flecken und Sprenkeln, die durch spontane genetische Mutationen entstehen.


In diesem Beitrag erfährst du alles, was du über die Panaschierung bei Monstera adansonii wissen musst: Welche Pigmente dahinterstecken, wie stabil die Muster sind, wie sich die Sorten unterscheiden – und was das alles mit Zellschichten und Chlorophyll zu tun hat. Die vier bekanntesten Sorten – Albo-Variegata, Mint, Frozen Freckles und Aurea – schauen wir uns im Detail an.


Monstera adansonii variegata mit wunderschön unvorhersehbarer Panaschierung – kein Blatt gleicht dem anderen!
Monstera adansonii variegata mit wunderschön unvorhersehbarer Panaschierung – kein Blatt gleicht dem anderen!



Inhalt




 


Was bedeutet Panaschierung eigentlich?

Panaschierung heißt: Die Blätter zeigen mehr als nur eine Farbe. Bei Monstera adansonii variegata bedeutet das oft Weiß, Creme, Mint oder Gelb gemischt mit sattem Grün. Die Ursache liegt meist in genetischen Mutationen, durch die die Pflanze in bestimmten Zellbereichen weniger oder gar kein Chlorophyll bildet.



ℹ️ Chimäre Panaschierung – das steckt dahinter


Bei Monstera handelt es sich meistens um sogenannte chimäre Panaschierungen. Dabei existieren in einer Pflanze zwei genetisch unterschiedliche Zelllinien – die eine produziert normal Chlorophyll (grün), die andere nicht (weiß, gelb oder mintfarben). Je nachdem, wie sich diese Zelllinien beim Wachstum verteilen, entstehen:


  • Sektorielle Panaschierung: Scharfe, kontrastreiche Farbbereiche

  • Perikline Panaschierung: Stabile, gleichmäßige Muster über viele Blätter hinweg


Deshalb ist jede panaschierte Monstera individuell – selbst Pflanzen aus demselben Ableger entwickeln unterschiedliche Blätter.



Monstera adansonii variegata mit komplettem Chlorophyllverlust an einzelnen Blättern
Monstera adansonii variegata mit komplettem Chlorophyllverlust an einzelnen Blättern

Welche Pigmente sorgen für die Farben bei panaschierter Monstera adansonii?


Damit du verstehst, warum panaschierte Monstera adansonii so vielfältige Farben zeigen können, lohnt sich ein kurzer Blick auf die wichtigsten Blattpigmente. Die Art und Kombination dieser Pigmente – oder deren Fehlen – bestimmt, ob ein Blattbereich grün, weiß, gelb oder mintfarben erscheint.



ℹ️ Chlorophyll (grün)

  • Funktion: Wandelt Licht in Energie um (Photosynthese)

  • Typen: Vor allem Chlorophyll a und b

  • Bei Panaschierung:

    • Komplett fehlendes Chlorophyll → Blattbereiche erscheinen weiß

    • Teilweise reduzierte Menge → hellgrün oder mintfarben


Weiß bedeutet: Kein Chlorophyll = keine Photosynthese. Solche Blattteile können keine Energie erzeugen.


ℹ️ Carotinoide (gelb bis orange)

  • Funktion: Schützen Chlorophyll und helfen bei der Lichtaufnahme

  • Typen:

    • Xanthophylle → Gelb

    • Carotine → Orange (selten bei Monstera)

  • Bei Panaschierung:

    • Werden sichtbar, wenn Chlorophyll fehlt

    • Verursachen das goldgelbe Erscheinungsbild bei Sorten wie Aurea



ℹ️ Anthocyane (rot-violett, selten bei Monstera)

  • Funktion: Schutzpigmente gegen UV und Stress

  • Vorkommen: In Monstera adansonii kaum relevant

  • Hinweis: Bei bestimmten Stressbedingungen kann es vereinzelt zu rötlichen Tönen kommen, aber dauerhaft rosa, rot oder pink sind nicht genetisch bedingt bei Mint oder Aurea.



ℹ️ Strukturelle Effekte (kein Pigment, aber wichtig)

  • Reflektierende Panaschierung: Durch Lufträume zwischen Zellschichten wirken manche Pflanzen silbrig oder hell. Bei Monstera adansonii kommt das aber nicht vor – typisch eher für Peperomia oder Begonia.

  • Mosaik-Panaschierung: Unregelmäßige Pigmentverteilung durch zelluläre Mutation. Zu sehen bei Frozen Freckles, wo kleine „Sprenkel“ die Oberfläche durchziehen.


 

Sorten im Überblick: Albo, Mint, Frozen Freckles & Aurea


Jetzt, wo du die Grundlagen kennst, schauen wir uns die bekanntesten panaschierten Formen der Monstera adansonii genauer an. Jede Sorte hat ihren ganz eigenen Charakter – in Farbe, Stabilität, Wachstum und Pflegeansprüchen.


Nahaufnahme der Blätter von Monstera adansonii ‘Albo-Variegata’
Monstera adansonii ‘Albo-Variegata’

Monstera adansonii ‘Albo-Variegata’


🟢 Optik

Albo ist die bekannteste panaschierte Variante. Die Blätter zeigen große weiße Flächen, Marmorierungen oder sogar sogenannte "Halfmoons" (halb grün, halb weiß). Die Kontraste sind extrem stark und auffällig.


🔬 Ursache

Weiße Bereiche entstehen durch vollständigen Chlorophyllverlust. Diese Teile können nicht photosynthetisch aktiv sein – sie sind im Prinzip „passiv“ und brauchen die grünen Bereiche zum Überleben.


⚠️ Stabilität

Albo ist genetisch instabil. Die sektorielle Panaschierung neigt zum Revertieren – also Rückbildung zu komplett grün – vor allem unter Stress oder bei schlechten Bedingungen.


📈 Wuchs

Wächst langsamer als andere Sorten, da die weißen Blätter keine Energie erzeugen. Reinweiße Bereiche können leicht braun werden oder absterben. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist sinnvoll, um die Pflanze in Balance zu halten.




Monstera adansonii 'Mint' Blätter mit marmorierten Muster in mintgrün bis silbriggrün
Monstera adansonii ‘Mint’


Monstera adansonii ‘Mint’


🟢 Optik

Die Mint-Variante hat eine weichere Erscheinung – marmorierte Muster in mintgrün bis silbriggrün auf dunklerem Blattgrün. Oft wirken die Blätter wie mit Wasserfarben bemalt.


🔬 Ursache

Hier ist das Chlorophyll nur reduziert, nicht komplett weg. Das heißt: Die mintfarbenen Bereiche sind zwar heller, können aber weiterhin Energie erzeugen.


Stabilität

Mint gilt als deutlich stabiler als Albo. Die Muster verändern sich leicht, aber ein kompletter Revert ist selten – vor allem bei gut gepflegten Pflanzen.


📈 Wuchs

Wächst schneller und gesünder als Albo. Mint ist eine gute Wahl für alle, die Variegation wollen, aber nicht die Extreme von Albo brauchen.



Nahaufnahme eines Blattes von Monstera adansonii ‘Frozen Freckles’ mit feinen, hellen Sprenkeln und Punkten
Monstera adansonii ‘Frozen Freckles’


Monstera adansonii ‘Frozen Freckles’


🟢 Optik

Hier sind es feine, helle Sprenkel und Punkte, die wie gefrorene Schneeflocken über das Blatt verteilt sind. Keine großen Flecken – eher ein gesprenkelter Gesamteindruck.


🔬 Ursache

Entsteht durch lokale Chlorophyllmangel-Muster auf zellulärer Ebene (Mosaik-Panaschierung). Jeder helle Punkt ist ein Cluster nicht-pigmentierter Zellen.


Stabilität

Frozen Freckles ist sehr stabil. Das Sprenkelmuster bleibt über viele Blätter hinweg erhalten, auch wenn die Dichte leicht variieren kann.


📈 Wuchs

Da die panaschierten Stellen klein sind, bleibt die Fähigkeit zur Photosynthese hoch. Insgesamt robust und pflegeleicht.



Nahaufnahme der Blätter von Monstera adansonii ‘Aurea’ mit deutlich sichtbarer gelber Panaschierung
Monstera adansonii ‘Aurea’


Monstera adansonii ‘Aurea’


🟢 Optik

Aurea zeigt leuchtend gelbe bis goldene Panaschierungen – als Streifen, Marmorierungen oder große Farbflächen. Die Kombination aus sattem Grün und warmem Gelb wirkt tropisch und edel.


🔬 Ursache

Die gelben Bereiche entstehen durch reduzierte Chlorophyllproduktion und verstärkte Carotinoid-Aktivität (v.a. Xanthophylle). Diese Bereiche sind also nicht „tot“, sondern noch teils aktiv.


⚠️ Stabilität

Stabiler als Albo, vor allem in tissue-kultivierten Pflanzen. Aber auch hier kann es zu Reversion kommen, besonders bei Lichtmangel oder Stress.


📈 Wuchs

Dank teilweiser Fotosynthese in den gelben Partien wächst Aurea deutlich zuverlässiger als Albo. Die Gelbtöne können je nach Lichtintensität etwas heller oder satter wirken.

 

Ursprung, Geschichte & Vermehrung der panaschierten Monstera adansonii


Woher kommen diese einzigartigen panaschierten Formen der Monstera adansonii eigentlich? Und wie wurden aus zufälligen Mutationen beliebte Kult-Sorten in Sammlerkreisen?



Wie sind die panaschierten Sorten entstanden?

Alle bekannten panaschierten Varianten der Monstera adansonii sind durch spontane Mutationen entstanden – also zufällige genetische Veränderungen, bei denen bestimmte Zelllinien weniger oder gar kein Chlorophyll mehr produzieren. Solche Mutationen tauchen hin und wieder ganz natürlich auf – z. B. bei einem einzelnen Blatt oder Trieb.


Wenn diese auffälligen Blätter von Sammler:innen oder Züchter:innen früh erkannt werden, werden sie gezielt weitervermehrt – meist über Stecklinge oder später per Tissue Culture.



Regionale Ursprünge (Beobachtungen aus dem Markt)


  • Albo-Variegata und Aurea haben ihren Durchbruch in Südostasien erlebt – vor allem in Thailand und Indonesien, wo es eine aktive Aroid-Community gibt. Dort wurden sektorielle Mutationen durch gezielte Auswahl über viele Jahre hinweg stabilisiert.

  • Mint tauchte unabhängig in zwei Regionen auf – Indonesien und den Niederlanden. Indonesische Klone wirken oft diffuser und marmorierter, während niederländische Linien eher kontrastreich sind. Einheitliche Namensgebung gibt es bisher nicht.

  • Frozen Freckles stammt nach aktuellen Informationen aus den Niederlanden. Vermutlich wurde ein spontan gesprenkelter Typ entdeckt und später per Tissue Culture massenvermehrt. Das erklärt die stabile Musterung vieler aktuell gehandelter Pflanzen.


Von Zufall zu Kultivar

Was als Laune der Natur begann – ein einzelnes mutiertes Blatt – wurde durch gezielte Vermehrung zu benannten, international bekannten Sorten. Viele panaschierte Monstera adansonii, die heute auf dem Markt erhältlich sind, gehen auf wenige Ursprungspflanzen zurück.



 

Wie stabil ist die Panaschierung bei Monstera adansonii wirklich?


Panaschierte Monstera adansonii sind nicht nur schön – sie sind auch unberechenbar. Manchmal zeigt ein Blatt spektakuläre Weißanteile oder gelbe Muster, und das nächste ist wieder komplett grün. Warum passiert das – und kann man dagegen etwas tun?



ℹ️ Chimäre Zelllinien – das Grundprinzip

Die meisten panaschierten Sorten wie Albo, Aurea oder Mint bestehen aus mehreren Zelllinien, die sich genetisch unterscheiden:


  • 🟩 Grüne Zellen: Enthalten Chlorophyll → normale Photosynthese


  • Nicht-grüne Zellen: Kein oder kaum Chlorophyll → keine oder reduzierte Energieproduktion


Diese Zelllinien „kämpfen“ beim Wachstum darum, welche den neuen Trieb bildet. Und weil grüne Zellen schneller wachsen (sie versorgen die Pflanze besser), verdrängen sie mit der Zeit oft die panaschierten.


➤ Das passiert mit der Panaschierung, wenn die Balance kippt:

  • 🔄 Reversion → Neue Blätter sind plötzlich komplett grün

  • 🔻 Reduzierte Muster → Weniger oder schwächere Panaschierung

  • Vollständig weiße Blätter → Hübsch, aber nicht überlebensfähig (kein Chlorophyll = keine Energie)



Faktoren, die die Stabilität der Panaschierung beeinflussen


Du kannst das genetische Grundmuster nicht ändern – aber du kannst die Bedingungen beeinflussen, unter denen panaschierte Pflanzen besser „funktionieren“ und ihre Muster behalten.


☀️ Licht

  • Wichtig: Variegata-Pflanzen brauchen mehr Licht als grüne.

  • Aber: Direktes Sonnenlicht kann weiße oder gelbe Flächen verbrennen.

  • Optimal: Hell, aber gefiltert. Bei wenig Licht gewinnt oft das grüne Gewebe → Reversion.


🌿 Nährstoffe

  • Zu viel Stickstoff (z. B. durch überdüngen) fördert grünes, schnelles Wachstum → Risiko für Reversion.

  • Besser: Ausgewogener Dünger, eher zurückhaltend verwenden.


🚫 Stress

  • Trockenheit, Temperaturschwankungen, Wurzelschäden oder schlechte Erde führen dazu, dass die Pflanze auf „Überlebensmodus“ umschaltet – und sich grüne Zellen durchsetzen.


✂️ Vermehrung

  • Nur Stecklinge mit sichtbarer Panaschierung verwenden.

  • Reine grüne Triebe führen fast immer zu komplett grünen Pflanzen.

  • Auch innerhalb eines panaschierten Triebs kann ein „grüner Sektor“ entstehen, der sich beim Weiterwachsen durchsetzt.



Wie stabil sind die einzelnen Sorten?

Sorte

Stabilität

Bemerkung

Albo-Variegata

❌ Niedrig

Sektorielle Panaschierung, revertiert leicht

Aurea

⚠️ Mittel

Gelbe Bereiche können noch Fotosynthese leisten

Mint

✅ Hoch

Reduzierte Chlorophyllmenge, wächst ausgewogener

Frozen Freckles

✅ Hoch

Feine Sprenkelmuster, sehr konstant


🔧 Kann man Panaschierung „fördern“?

Nein. Die Panaschierung ist genetisch festgelegt. Du kannst sie nicht erzeugen – aber du kannst sie erhalten, indem du die richtigen Bedingungen schaffst. Wenn ein Trieb revertiert (also wieder komplett grün wird), hilft oft nur ein gezielter Rückschnitt bis zu einem variegierten Knoten.
 

Hand hält eine winzige panaschierte Monstera aus Tissue-Culture-Vermehrung in einem Glasröhrchen
Winzige panaschierte Monstera aus Tissue-Culture-Vermehrung


Tissue Culture – warum panaschierte Pflanzen heute verfügbar sind


Früher waren panaschierte Monstera adansonii extrem selten und teuer – einzelne Stecklinge wechselten für hohe Summen den Besitzer. Mit traditionellen Stecklingen dauert die Vermehrung lange. Das hat sich durch Tissue Culture (In-vitro-Vermehrung) geändert.



ℹ️ Was ist Tissue Culture?

Bei der In-vitro-Vermehrung wird ein winziges Pflanzenfragment unter sterilen Laborbedingungen zu einer neuen Pflanze kultiviert. So können tausende genetisch identische Klone aus einer einzigen Mutterpflanze entstehen.



Warum das für panaschierte Monstera adansonii wichtig ist


Konsistenz: Wenn man Gewebe von einer stabil panaschierten Pflanze nimmt, zeigen die neuen Pflanzen oft ein ähnliches Muster.


Skalierbarkeit: Statt mühsam Blattknoten zu schneiden, kann im Labor effizient und in großer Stückzahl produziert werden.


Erreichbarkeit: Die Pflanzen werden dadurch bezahlbarer und sind nicht mehr nur etwas für Hardcore-Sammler.



Viele aktuell gehandelte Mint-, Albo- und Aurea-Exemplare stammen heute aus Tissue Culture. Ihre Muster sind dadurch oft gleichmäßiger und stabiler als bei rein über Stecklinge vermehrten Pflanzen.

 

Vermehrungstipps für Pflanzenliebhaber:innen

Auch wenn die Massenproduktion heute meist über Tissue Culture läuft, setzen viele Hobbygärtner:innen weiterhin auf klassische Stecklingsvermehrung, um ihre panaschierte Monstera adansonii zu vermehren. Dabei gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten:


Nur Stecklinge mit sichtbarer Panaschierung verwenden

Grüne Triebe bleiben in der Regel auch grün – selbst wenn die Mutterpflanze bunt war.


🚫 Rein weiße Knoten vermeiden

Diese wurzeln nur selten, da ihnen das nötige Chlorophyll fehlt, um Energie fürs Wurzelwachstum bereitzustellen.


🎨 Mit Abweichungen rechnen

Selbst aus stark panaschierten Mutterpflanzen können Stecklinge entstehen, die weniger gemustert oder fast grün sind – vor allem bei chimären Sorten wie Albo oder Mint.


🧩 Für gezielte Musterwahl: Geduld & Selektion

Wer bestimmte Muster oder Panaschierungsarten erhalten will, muss gezielt einzelne Knoten selektieren und unter optimalen Bedingungen weiterziehen. Das ist ein langsamer, aber spannender Prozess für Sammler:innen mit einem Auge fürs Detail.


 

Getopfte Monstera adansonii variegata mit wunderschön panaschiertem Blättern

Pflege-Tipps für panaschierte Monstera adansonii

Panaschierte Pflanzen – vor allem mit großem Weiß- oder Gelbanteil – haben eine geringere Photosyntheseleistung als rein grüne Exemplare. Deshalb brauchen sie etwas mehr Aufmerksamkeit. Aber keine Sorge: Mit ein paar simplen Tricks bleibt deine panaschierte Monstera gesund und schön.


☀️ Licht

  • Hell & indirekt: Ideal ist ein Standort mit viel gefiltertem Licht – z. B. vor einem Ost- oder Westfenster.

  • Keine direkte Sonne: Besonders weiße oder gelbe Blätter verbrennen schnell.

  • Zu dunkel? Dann unbedingt mit einer Pflanzenlampe (Vollspektrum) nachhelfen – Abstand ca. 30–50 cm.

⚠️ Wichtig: Licht verbessert das Wachstum und die Muster-Ausprägung – aber es erzeugt keine neue Panaschierung, wenn diese genetisch nicht vorhanden ist.


💧 Gießen & Luftfeuchtigkeit

  • Substrat leicht antrocknen lassen, bevor erneut gegossen wird.

  • Nie völlig austrocknen lassen, sonst trocknen panaschierte Blätter schneller ein.

  • Luftfeuchtigkeit: Optimal sind 60–70 %. Unter 50 % neigen weiße oder gelbe Partien zu braunen Rändern.

  • Tipp: Luftbefeuchter in der Nähe hilft enorm.



🌱 Substrat & Topfwahl



  • Verwende einen ausgewogenen Flüssigdünger (z. B. 10-10-10 oder 20-20-20).

  • Verdünnt anwenden, idealerweise 1× im Monat während der Wachstumszeit.

  • Zu viel Stickstoff = mehr Grün, weniger Muster.


 

Häufige Fragen (FAQ)


Kann ich durch Pflege oder Licht mehr Panaschierung erzeugen?

Nein. Panaschierung ist genetisch bedingt. Gute Pflege hilft nur dabei, das vorhandene Muster ausgeprägt und gesund zu erhalten – aber nicht, um neue Muster zu erzeugen. Was nicht im Erbgut vorhanden ist, kann auch nicht „herausgepflegt“ werden.



Warum werden die weißen Bereiche braun oder sterben ab?

Weil ihnen Chlorophyll fehlt – sie können keine Energie erzeugen und trocknen schneller aus. Weißes Gewebe ist empfindlicher gegenüber:


  • direkter Sonne,

  • niedriger Luftfeuchtigkeit,

  • Wassermangel.


➡️ Tipp: Braune Stellen sauber abschneiden, um die Pflanze zu entlasten.



Welche Sorte ist am pflegeleichtesten?

  • Mint und Frozen Freckles gelten als robust, da ihre panaschierten Bereiche teils fotosynthetisch aktiv bleiben.

  • Albo und Aurea sind empfindlicher, wachsen langsamer und neigen stärker zur Reversion.



 


Welche panaschierte Monstera adansonii passt zu mir?



Für starke Kontraste & Drama:


Albo: Atemberaubend, aber empfindlich. Nichts für Ungeduldige.




🌿 Für mehr Stabilität & entspannte Pflege:


Mint: Wächst gut, sieht sanft aus und ist pflegeleicht.



❄️ Für ein einzigartiges Look:


Frozen Freckles: Sprenkel statt Streifen – ungewöhnlich und konstant.



🌞 Für warme Farben & tropisches Flair:


Aurea: Goldgelb trifft Grün – ein echter Blickfang mit mittlerer Ansprüchlichkeit.





 


Fazit: Wenn Mutation zur Kunst wird

Panaschierte Monstera adansonii sind mehr als nur ein Hype auf Social Media – sie sind das Ergebnis seltener Mutationen, gezielter Vermehrung und echter Pflanzenleidenschaft. Egal ob du dich für die elegante Mint, die dramatische Albo, die gesprenkelte Frozen Freckles oder die sonnige Aurea entscheidest – jede dieser Varianten erzählt ihre eigene Geschichte.


Und genau das macht sie so faszinierend:Kein Blatt gleicht dem anderen.Keine Pflanze entwickelt sich wie die andere.


Wenn du verstehst, woher diese Farben kommen, wie sie entstehen und wodurch sie verschwinden können, kannst du deine panaschierte Monstera nicht nur besser pflegen – sondern auch wirklich wertschätzen.


 

Quellen & weiterführende Literatur

Alle unten stehenden Quellen stammen aus anerkannten, peer-reviewten Fachzeitschriften oder botanischen Datenbanken. Sie erklären die genetischen, zellbiologischen und pigmentbasierten Grundlagen, die auch auf panaschierte Monstera-Sorten übertragbar sind:



🔬 Mechanismen & Genetik der Panaschierung


  1. Marcotrigiano, M. (1997). Chimeras and Variegation: Patterns of Deceit.American Journal of Botany, 84(1), 1–5.

    → Grundlagen zur chimären Panaschierung: periklin, meriklin, sektoriell

    🔗 JSTOR-Link


  2. Sakamoto, W. (2003). Leaf-variegated mutations and their responsible genes in Arabidopsis thaliana.Journal of Plant Research, 116(2), 87–94.

    → Genetische Ursachen für Pigmentverlust in höher entwickelten Pflanzen

    🔗 PubMed-Link


  3. Aluru, M. R., et al. (2006). The yellow variegated mutant of Arabidopsis is plastid autonomous and delayed in chloroplast biogenesis.Plant Physiology, 142(1), 120–132.

    → Plastid-Fehlfunktionen und Verzögerung bei Chloroplastenbildung

    🔗 Oxford Academic


  4. Wetzel, C. M., et al. (1994). Nuclear-organelle interactions: The immutans variegation mutant of Arabidopsis is plastid autonomous and impaired in carotenoid biosynthesis.The Plant Journal, 6(2), 161–175.

    → Zusammenhang zwischen Carotinoidmangel und gelber Panaschierung

    🔗 Wiley Online Library



🌿 Strukturelle & pigmentbasierte Panaschierung


  1. Sheue, C.-R., et al. (2020). Uncovering the mechanisms of novel foliar variegation patterns caused by structures and pigments.Taiwania, 65(1), 74–80.

    → Unterscheidung zwischen Pigment-basierten und strukturellen Mustern

    🔗 ResearchGate-Link


  2. Zhang, J.-H., et al. (2020). A revised classification of leaf variegation types.Flora, Volume 272, 151703.

    → Systematische Übersicht über Typen von Blattpanaschierung

    🔗 ScienceDirect



📈 Molekulare Grundlagen & transgene Einflüsse


  1. Yu, F., Fu, A., Aluru, M., et al. (2007). Variegation mutants and mechanisms of chloroplast biogenesis.Plant, Cell & Environment, 30(3), 350–365.

    → Untersuchung von Panaschierungsmutanten im Zusammenhang mit Chloroplastenentwicklung

    🔗 PubMed-Link

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